Savoysches Damenstift

Savoysches Damenstift
Innenansicht vom Installationssaal (1913)

Das Savoysche Damenstift (auch: Savoyensches Damenstift) ist ein Palais in der Johannesgasse 15 im 1. Wiener Gemeindebezirk Innere Stadt.

Geschichte

Das Palais entstand 1688 durch Zusammenlegung zweier älterer Häuser und kam im 18. Jahrhundert in den Besitz des Prinzen Thomas Emanuel von Savoyen-Carignan, ein Neffe Prinz Eugens. Seine Witwe Maria Theresia Antonia, geborene Prinzessin Liechtenstein, machte es testamentarisch zum Sitz eines adeligen weltlichen Damenstifts unter Obhut des Liechtensteinischen Majorats. Diese Verhältnisse bestehen heute noch obwohl keine adeligen Damen mehr im Palais leben. Die letzte Regentin war Gräfin Karoline Fünfkirchen († 8. Juli 1980).

Das heutige Erscheinungsbild des Gebäudes wird durch den Umbau ab 1766 durch Baumeister Joseph Meissl bestimmt. 1783 erwarb das Stift das Nachbarhaus Johannesgasse 17, weitere Adaptierungen erfolgten durch Andreas Zach. Die Stufen der Haupttreppe im Vestibül sowie das verzweigte Stiegenhaus im Hof wurden aus Kaiserstein aus Kaisersteinbruch gefertigt. Die Fassade wird durch eine große Bleistatue der Immaculata von Franz Xaver Messerschmidt geprägt.

Im malerischen Innenhof findet sich der so genannte Witwe-von-Sarepta-Brunnen, ein frühklasszistischer Wandbrunnen mit der Figur der Witwe von Sarepta, geschaffen von Johann Martin Fischer und Franz Xaver Messerschmidt.

Literatur

  • Nina Nemetschke: Lexikon der Wiener Kunst und Kultur, Ueberreuter, Wien 1990, ISBN 3-8000-3345-3

Weblinks

 Commons: Savoysches Damenstift – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.20472222222216.373611111111Koordinaten: 48° 12′ 17″ N, 16° 22′ 25″ O