Schachstaatsliga A 1989/90

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Die Saison 1989/90 war die 15. Spielzeit der österreichischen Schachstaatsliga A und gleichzeitig die letzte, in welcher der Wettbewerb mit Vierermannschaften ausgetragen wurden. Aus der Staatsliga B waren der SK Länderbank Baden und der SK Sparkasse Absam aufgestiegen. Beide Aufsteiger erreichten den Klassenerhalt, allerdings zog Baden seine Mannschaft nach der Saison zurück. Rein sportlich wären der SK VÖEST Linz und der SC Donaustadt Wien abgestiegen, allerdings erreichte Linz durch den besagten Rückzug des SK Länderbank Baden noch den Klassenerhalt. Der Titelverteidiger WSV ATSV Ranshofen konnte zwar dem neuen Meister SK Merkur Versicherung Graz die einzige Niederlage beibringen, musste sich aber mit dem vierten Platz begnügen. Zu den gemeldeten Mannschaftskadern der teilnehmenden Vereine siehe Mannschaftskader der österreichischen Staatsliga A im Schach 1989/90.

Inhaltsverzeichnis

Vorrunde

In der Vorrunde bestritten die 12 Mannschaften ein einfaches Rundenturnier. Für die Mannschaften auf den Plätzen 5 bis 8 war die Saison nach der Vorrunde, während die ersten und die letzten vier Plätze in Play-Offs ausgespielt werden sollten; die entsprechenden Platzierungen ergaben sich aus der Summe der Punkte aus Vorrunde und Playoff.

Abschlusstabelle

Verein Sp G U V Brett-P. MP
1. SK Merkur Versicherung Graz 11 5 6 0 26,5:17,5 16:6
2. SK Länderbank Baden (N) 11 6 3 2 25,0:19,0 15:7
3. SK Hietzing Memphis Team 11 7 0 4 23,5:20,5 14:8
4. WSV ATSV Ranshofen (M) 11 6 2 3 23,0:21,0 14:8
5. SK Austria Wien Rank Xerox 11 6 0 5 22,0:22,0 12:10
6. Spielgemeinschaft ASK/KSV Raika Klagenfurt 11 5 2 4 22,0:22,0 12:10
7. SK Sparkasse Absam (N) 11 4 1 6 21,0:23,0 9:13
8. SK Kröll Technik Schwaz 11 4 1 6 21,0:23,0 9:13
9. SK VÖEST Linz 11 3 2 6 20,5:23,5 8:14
10. SK Flötzersteig 11 3 2 6 20,0:24,0 8:14
11. SC Donaustadt Wien 11 2 3 6 20,0:24,0 7:15
12. Casino Salzburg 11 2 4 5 19,5:24,5 8:14

Entscheidungen

Teilnehmer am Meister-Play-Off: SK Merkur Versicherung Graz, SK Länderbank Baden, SK Hietzing Memphis, WSV ATSV Ranshofen
Teilnehmer am Abstiegs-Play-Off: SK VÖEST Linz, SK Flötzersteig, SC Donaustadt Wien, Casino Salzburg
(M) Meister der letzten Saison
(N) Aufsteiger der letzten Saison

Kreuztabelle

Ergebnisse 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12.
1. SK Merkur Versicherung Graz 2 2 3 2 2 3 2 2
2. SK Länderbank Baden 2 2 3 3 2 3 1
3. SK Hietzing Memphis Team 1 1 3 ½ 3
4. WSV ATSV Ranshofen 2 2 ½ 3
5. SK Austria Wien Rank Xerox 1 1 3 1 3
6. Spielgemeinschaft ASK/KSV Raika Klagenfurt 2 1 3 1 1 3 1 3 2
7. SK Sparkasse Absam 2 3 1
8. SK Kröll Technik Schwaz 2 1 3 1 3
9. SK VÖEST Linz 1 1 3 3 2 2
10. SC Flötzersteig 2 1 2
11. SC Donaustadt Wien 2 3 1 1 1 2 2
12. Casino Salzburg ½ 1 2 3 2 2 2

Meister-Play-Off

Obwohl die nach der Vorrunde führenden Grazer gegen den Titelverteidiger aus Ranshofen ihre einzige Saisonniederlage hinnehmen mussten, konnten sie ihren Vorsprung noch ausbauen und wurden damit österreichischer Meister.

Abschlusstabelle

Verein Sp G U V Brett-P. MP
1. SK Merkur Versicherung Graz 14 6 7 1 33,0:23,0 19:9
2. SK Hietzing Memphis Team 14 8 2 4 30,0:26,0 18:10
3. SK Länderbank Baden 14 7 3 4 29,5:26,5 17:11
4. WSV ATSV Ranshofen 14 7 3 4 29,5:26,5 17:11

Entscheidungen

Österreichischer Meister: SK Merkur Versicherung Graz
Abstieg in die Staatsliga B: SK Länderbank Baden (freiwilliger Rückzug)

Kreuztabelle

Ergebnisse 1. 2. 3. 4.
1. SK Merkur Versicherung Graz 2 1
2. SK Hietzing Memphis Team 2 2
3. SK Länderbank Baden ½
4. WSV ATSV Ranshofen 3 2

Abstiegs-Play-Off

Die Reihenfolge wurde durch das Play-Off durcheinandergebracht, so dass der SC Donaustadt Wien als Letzter absteigen musste und der SK VÖEST Linz als Vorletzter dem Abstieg nur den Rückzug des SK Länderbank Baden entkam.

Abschlusstabelle

Verein Sp G U V Brett-P. MP
9. Casino Salzburg 14 4 5 5 27,0:29,0 13:15
10. SK Flötzersteig 14 4 4 6 26,5:29,5 12:16
11. SK VÖEST Linz 14 4 2 8 26,5:29,5 10:18
12. SC Donaustadt Wien 14 2 4 8 24,0:32,0 8:20

Entscheidungen

Abstieg in die Staatsliga B: SC Donaustadt Wien

Kreuztabelle

Ergebnisse 9. 10. 11. 12.
9. Casino Salzburg 2 3
10. SK Flötzersteig 2 2
11. SK VÖEST Linz 1
12. SC Donaustadt Wien 2 ½

Qualifikationsturnier zur Staatsliga A 1990/91

Das Qualifikationsturnier zur Staatsliga A fand vom 1. bis 3. Juni in Salzburg statt. Die Teilnehmer waren Styria Graz (Sieger der Staatsliga B Süd), SC Inter Salzburg (Sieger der Staatsliga B West) und mit dem SC Margareten Winterthur sowie dem SC Traun 67 die beiden Erstplatzierten der Staatsliga B Ost. Bereits vor der letzten Runde hatten sich Winterthut und Salzburg die beiden Aufstiegsplätze gesichert.

Abschlusstabelle

Verein Sp G U V Brett-P. MP
1. SC Inter Salzburg 3 2 1 0 8,0:4,0 5:1
2. SC Margareten Winterthur 3 2 1 0 8,0:4,0 5:1
3. SC Traun 67 3 0 1 2 4,0:8,0 1:5
4. Styria Graz 3 0 1 2 4,0:8,0 1:5

Entscheidungen

Aufstieg in die Staatsliga A: SC Inter Salzburg, SC Margareten Winterthur

Kreuztabelle

Ergebnisse 1. 2. 3. 4.
1. SC Inter Salzburg 2
2. SC Margareten Winterthur 2
3. SC Traun 67 ½ 2
4. Styria Graz ½ 2

Die Meistermannschaft

1. SK Merkur Versicherung Graz
Schachfiguren

Milan Vukić, Mirko Jukić, Alexander Fauland, Walter Wittmann, Walter Pils, Horst Watzka.

Weblinks