Schesaplana

Schesaplana
Schesaplana (Bildmitte) im Schesaplanamassiv

Schesaplana (Bildmitte) im Schesaplanamassiv

Höhe 2965 m ü. A.
2'964,3 m ü. M.
Lage Vorarlberg, Österreich und Graubünden, Schweiz
Gebirge Rätikon
Dominanz 30,25 km → Chlein Seehorn
Schartenhöhe 828 m ↓ Schweizer Tor
Geographische Lage, (CH) 47° 3′ 14″ N, 9° 42′ 26″ O (772344 / 213920)47.0538888888899.70722222222222965Koordinaten: 47° 3′ 14″ N, 9° 42′ 26″ O; CH1903: 772344 / 213920
Schesaplana (Vorarlberg)
Schesaplana
Gestein Kössen-Formation, Hauptdolomit
Alter des Gesteins Obertrias
Erstbesteigung unterschiedliche Angaben: entweder 1610 oder um 1730
Normalweg vom Lünersee über die Totalphütte
Besonderheiten Höchster Berg im Rätikon
Der Seekopf im Schesaplanamassiv von der Lünerseebahn aus.
Die Schesaplana von der Schweizer Seite von Seewis aus.
Blick vom Gipfel der Schesaplana über die Totalp zum Lünersee.
Blick von der Mannheimerhütte über den Brandner Gletscher zur Schesaplana.
Blick vom Gipfel der Schesaplana auf den Brandner Gletscher.

Die Schesaplana ist mit einer Höhe von 2965 m ü. A. (nach Schweizer Messung 2'964,3 m ü. M.) der höchste Berg im Rätikon. Über ihren Gipfel verläuft die Staatsgrenze zwischen dem österreichischen Bundesland Vorarlberg und dem schweizerischen Kanton Graubünden. Am Nordhang befindet sich der Brandner Gletscher, am Ostfuß liegt der Lünersee, mit etwas mehr als einem Quadratkilometer einer der größten Bergseen Vorarlbergs.

Inhaltsverzeichnis

Geologie

Das Schesaplana-Massiv bildet den westlichsten Ausläufer der nördlichen Kalkalpen. Prägend sind dicke Schichten mit dolomitischen Platten- und Massenkalken. Dazwischen findet sich die unruhige Raibl-Formation mit dünnen Schichten aus v.a. Gips, Tonmergeln und Schiefern, die sich auch farblich stark gegeneinander abheben. Im Gipfelbereich findet man schließlich die Kössener Schichten, wiederum mit dunklen Mergeln, einzelnen Kalkbänken und schwarzen bis bräunlichen Tonschiefern, die allesamt leicht und kleinstückig zerfallen.[1][2][3]

Erstbesteigung

Zu Erstbesteigung gibt es unterschiedliche Angaben. In älterer Literatur wird als erste dokumentierte Besteigung der Schesaplana durch den Prättigauer Pfarrer Nicolin Sererhard mit zwei Begleitern um etwa 1730 genannt. Man überschritt dabei von Seewis nach Brand den Gipfel.[4] In neuerer Literatur hingegen wird von einer Erstbesteigung am 24. August 1610 berichtet, bei welcher der Vogteiverwalter David Pappus von Tratzberg und die Montafoner Christa Barball und Claus Manall über den Lünersee und die Tote Alpe die Schesaplana bestiegen.[5]

Erreichbarkeit

Der Gipfel der Schesaplana ist von mehreren Seiten zu Fuß erreichbar und zwar über folgende Wege:

Der Anstieg über den Leibersteig und Mannheimer Hütte ist schwierig und nur erfahrenen Bergsteigern zu empfehlen. Ebenfalls anspruchsvoll, aber seltener begangen, ist der Aufstieg über die Westflanke von der Schesaplanahütte aus. Deutlich leichter ist der Südanstieg vom Lünersee, der aber dennoch gute Trittsicherheit erfordert. An der Südseite der Schesaplana verläuft der Prättigauer Höhenweg.[6]

Literatur

Weblinks

 Commons: Schesaplana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Ch. Wolkersdorfer: Geologische Verhältnisse des Montafons und angrenzender Gebiete, S. 33ff
  2. J. Zorlu: Rellstal-Profil, S. 39 ff.
  3. O. Schmidegg: Zum tektonischen Gefüge des Rätikon, S. 147 ff.
  4. Wilhelm Strauss in Eduard Richter (Hrsg.): Die Erschliessung der Ostalpen I. Band, Berlin 1893, S. 30 ff.
  5.  Günther und Walther Flaig, Deutscher und Österreichischer Alpenverein (Hrsg.): Alpenvereinsführer Rätikon. 8. neu bearbeitete Auflage Auflage. Bergverlag Rudolf Rother, München 1982, ISBN 3-7633-1236-6, S. 232.
  6. Wandern Schweiz entlang dem Rätikon, Graubünden