Schirnhofer (Unternehmen)

Schirnhofer ist ein österreichischer Fleisch- und Wursthersteller. Der Sitz der Familien-Holding ist in Kaindorf in der Steiermark.

Inhaltsverzeichnis

Unternehmen

Die Schirnhofer Gruppe erwirtschaftete im Jahr 2008 mit etwa 1500 Mitarbeitern einen Umsatz von 108 Millionen Euro[1] Aktuell erwirtschaften etwa 2000 Mitarbeiter konzernweit einen Umsatz von 200 Millionen Euro.[2]

Bekannt ist Schirnhofer mit der Marke Schirnhofer selbst. Unter diesem Namen betreibt das Unternehmen in ungefähr 245 Filialen der Zielpunkt-Supermarktkette die Feinkostabteilungen als Shop in shop. Im Jahr 2010 setzte es in diesen Shops etwa 60 Millionen Euro mit etwa 1200 Mitarbeitern um.[3]

Neben den Exporten nach Georgien, wird noch die Reederei Crystal Cruises auf ihren Kreuzfahrtschiffen beliefert.

In der Unternehmenszentrale in Kaindorf werden auch regelmäßig Führungen für jedermann durchgeführt.[4]

Unternehmensgeschichte

Das Unternehmen wurde 1926 in Kaindorf als Fleischereibetrieb von Josef Schirnhofer gegründet und führte ihn bis nach dem Zweiten Weltkrieg. Sein Sohn Karl Schirnhofer führte ab dem Jahr 1957 den Vieh- und Fleischhandel und übernahm das Unternehmen im Jahr 1966. Unter seiner Führung wurde das Unternehmen von der Fleischerei zum Großbetrieb. Im Jahr 1978 wurde die Schirnhofer GmbH gegründet, 1981 wurde die übernommene Fleischerei Tödtling in einen Schlacht- und Zerlegebetrieb umgebaut.

Im Jahr 1981 übernahm Karl Schirnhofer junior das Unternehmen. In den Jahren 1990 und 1991 wurde ein neuer Betrieb außerhalb von Kaindorf errichtet. Seit 1997 arbeitet Schirnhofer mit Zielpunkt zusammen.

1999 wurde in Großsteinbach ebenfalls in der Steiermark der Schlachthof Prettenhofer übernommen, der nach eigenen Aussagen zu einem der hygienischten und tiergerechtesten Schlachthof Österreichs umgebaut.

In Georgien wurde im Jahr 2007 der erste Supermarkt eröffnet nachdem bereits seit 2001 in das Land exportiert wurde. In der Zwischenzeit hat Schirnhofer laut eigenen Angaben in Georgien mit Fleisch und Wurstwaren einen Marktanteil von 65 %.

Im Jahr 2008 beteiligte sich Schirnhofer an der Aibler Fleisch- und Wurstwaren Produktions GmbH in Oberwaltersdorf und an der W. Blasko Convenience Fertiggerichte GmbH in Bruck an der Mur. Komplett übernommen wurde die Weiss Fleischveredelung GmbH in Leoben. Für eine bessere Verwaltung der Beteiligungen wurde die Schirnhofer Familien Unternehmen Holding GmbH gegründet.

Im Jahr 2011 zog sich Karl Schirnhofer aus dem operativen Geschäft zurück und übertrug die Geschäftsführung Christian Laschet.

Im Jahr 2012 gab Schirnhofer bekannt, zusätzlich zu den laut Vertrag bis 2015 laufenden Inshop-Filialen bei Zielpunkt in den Ballungszentren der Bundesländer Steiermark, Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und dem Burgenland etwa 50 eigenständige Filialen errichten zu wollen.[5]

Partnerschaften

Neben Partnerschaften mit anderen Unternehmen wie der Handl Tyrol ging Schirnhofer auch welche mit anderen Organisationen ein. So war er Gründungsmitglied der Ökoregion Kaindorf. Weitere sind unter anderem

Auszeichnungen

Auf Grund seiner Aktivitäten errang das Unternehmen zahlreiche Auszeichnungen, sowohl im Lebensmittelbereich als auch im sozialen und ökologischen Bereich. Solche waren:

Einzelnachweise

  1. Der Klimawandel ist dem Fleischer nicht wurscht. abgerufen am 9. Februar 2012
  2. Schirnhofer Familien-Holding GmbH abgerufen am 9. Februar 2012
  3. Zielpunkt: Keine Filetierung ohne Schirnhofer im Wirtschaftsblatt 30. Mai 2010 abgerufen am 9. Februar 2012
  4. Schirnhofer. Feinste Kost auf Erlebniswelt Wirtschaft abgerufen am 9. Februar 2012
  5. Schirnhofer will 50 Filialen eröffnen auf ORF vom 23. Oktober 2012 abgerufen am 24. Oktober 2012

Weblinks