Schlacht am Dornbühl

Schlacht am Dornbühl
Teil von: Schweizer Habsburgerkriege
Karte der Gemeinde Köniz, vermuteter Ort der Schlacht.
Karte der Gemeinde Köniz, vermuteter Ort der Schlacht.
Datum 2. März 1298
Ort Köniz?, Kanton Bern
Ausgang Berner Sieg
Friedensschluss 1308
Konfliktparteien

Die Schlacht am Dornbühl war eine bewaffnete Auseinandersetzung der aufstrebenden Stadt Bern gegen Freiburg.

Am 2. März 1298 fand der erste grosse militärische Konflikt der Stadt Bern statt, die 1191 gegründet worden war. Die Schlacht markiert die erste in einer Reihe von Auseinandersetzung gegen Freiburg, das damals noch mit Habsburg verbündet war.

Um Bern in seiner Expansion zu behindern, schickten Freiburg und Habsburg mit weiteren Adligen, wie zum Beispiel den Freiherren Wilhelm I. und Ulrich von Belp-Montenach, ein Heer gegen Bern. Die Berner schlugen das Adelsheer, unter dem vermutlichen Anführer Ulrich von Erlach, in der Schlacht am Dornbühl mit Hilfe von Solothurn zurück, das drei Jahre zuvor ein Bündnis mit Bern abgeschlossen hatte.

Nach der Schlacht am Dornbühl soll eine weitere Schlacht im Jammertal stattgefunden haben. Über beide Treffen ist nur sehr wenig bekannt. Viele Historiker bezweifeln, dass sie stattgefunden haben soll, da keine zeitgenössischen Quellen vorhanden sind. Es herrscht vor allem Unklarheit über die nicht klar bestimmbaren Orte.

Der Name Dornbühl, der manchmal auch als "Tornbühl" oder "Donnerbühl" angegeben wird, ist eine Erfindung des Berner Chronisten Justinger. Der Ort soll sich angeblich westlich von Bern befinden, ebenso wie das Jammertal, das zwischen Bümpliz und Oberwangen vermutet wird. Es scheinen sich beide Schlachtorte in der heutigen Gemeinde Köniz unmittelbar vor Bern zu befinden.

Mit dem Sieg am Dornbühl wurde die Stadt Bern jedenfalls endgültig unabhängig. Die Freiherren mussten Belp an die Stadt Bern abtreten, erhielten aber später die Freiherrschaft wieder zurück. Ein formeller Friede kam 1308 zustande.

Siehe auch: Liste von Schweizer Schlachten