Schlacht an der Weichsel (1914)

Schlacht an der Weichsel
Teil von: Erster Weltkrieg
EasternFront1914b.jpg
Datum 29. September bis 31. Oktober 1914
Ort Gebiet um Warschau, Polen
Ausgang russischer Sieg
Konfliktparteien
Deutsches ReichDeutsches Kaiserreich Deutsches Reich
Russisches Kaiserreich 1883Russisches Kaiserreich Russisches Reich
Befehlshaber
Paul von Hindenburg
August von Mackensen
Remus von Woyrsch
Viktor Dankl
Max von Gallwitz
Nikolai Russki
Pavel Plehwe
Alexei Evert
Platon Letschitzki
Truppenstärke
9. Armee
k.u.k. 1. Armee
4. Armee
5. Armee
9. Armee
Verluste
42.000 Tote und Verwundete

Die Schlacht an der Weichsel, auch bekannt als die Schlacht von Warschau, fand im Ersten Weltkrieg im Herbst 1914 an der Ostfront statt. Sie endete mit einem russischen Sieg gegen Deutschland.

Die Schlacht

Russische Soldaten in Warschau

Als die österreichisch-ungarische Armee in der Schlacht von Lemberg aus Galizien vertrieben worden war, befahl der deutsche Oberbefehlshaber an der Ostfront, Paul von Hindenburg, zur Entlastung der Österreicher eine Offensive gegen die russischen Linien im Gebiet um Warschau. Die 9. Deutschen Armee, die von August von Mackensen geführt wurde, eröffnete die Schlacht am 29. September.

Mackensen erreichte die Weichsel am 9. Oktober und war nur zwölf Kilometer von Warschau entfernt. Hier kam die deutsche Offensive zum Stehen. General Nikolai Ruzski, Kommandeur der russischen Nordwestfront, brachte bedeutende Verstärkung gegen die 9. Armee auf. Zu dieser Zeit hörte Hindenburg von einem gefangenen russischen Soldaten über eine geplante russische Offensive in Schlesien. Hindenburg setzte seinen Angriff gegen Warschau fort, erhöhte den Druck nochmals und entlastete die Österreicher durch die Bindung weiterer russischer Truppen, um sodann alle Kräfte zurück bis an die schlesische Grenze zu nehmen.

Den Deutschen war das Land unbekannt. Auch hatten sie Schwierigkeiten mit der Versorgung, da kein ausreichendes Verkehrs- und Kommunikationsnetz bestand. Dringend notwendige Verstärkungen und Versorgung zur 9. Armee zu transportieren, war nur unter größten Schwierigkeiten und Zeitverlusten machbar. Das ermöglichte Ruzski, seine Front gegen Mackensen zu konzentrieren.

Am 17. Oktober ordnete Hindenburg den Rückzug an, und am 31. Oktober war die Schlacht vorbei.

Nachwirkungen der Schlacht

Am 1. November war die 9. Armee dort angelangt, von wo sie zuvor angetreten war; 42.000 Soldaten waren gefallen oder verwundet worden. Dies war der erste einer Reihe von Versuchen Hindenburgs, Warschau zu erobern.

Zehn Tage später machte Hindenburg einen neuen Versuch, der in die Schlacht um Łódź mündete.

Literatur

  • Spencer Tucker: Der Große Krieg: 1914-18. 1998.