Schlacht bei Amerongen

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Schlacht bei Amerongen
Teil von: Achtzigjähriger Krieg
Schlacht bei Amerongen 1585-6-23.jpeg
Datum 23. Juni 1585
Ort bei Amerongen
Ausgang Sieg für Spanien
Konfliktparteien
Republik der Sieben Vereinigten ProvinzenRepublik der Sieben Vereinigten Provinzen Vereinigte Niederlande Spanien 1506Spanien Spanien
Befehlshaber
Adolf von Neuenahr
Joost de Soete
Johann Baptista von Taxis
Verluste
1600 900

Die Schlacht bei Amerongen in der Provinz Utrecht fand am 23. Juni 1585 statt und war Teil des Achtzigjährigen Kriegs.

Vorgeschichte

Im Jahr 1585 zog der Statthalter von Zutphen, Oberst Johann Baptista von Taxis, von Het Gooi über die Veluwe westwärts Richtung Holland, mit der Absicht den südlichen Teil der Provinz Utrecht einzunehmen. Die Truppe aus Söldnern und spanischen Soldaten verbreitete Angst und Schrecken unter der Bevölkerung, da sie auf dem Feldzug mordete, vergewaltigte, raubte und brandschatzte. Die Generalstaaten sahen die Gefahr für die großen Städte und gaben dem Statthalter von Gelderland und Overijssel, Graf Adolf von Neuenahr das Kommando Taxis’ Absichten entgegenzuwirken. Unterstützt durch Martin Schenk von Nideggen, Joost de Soete und den Brüdern Oswald und Hermann von dem Bergh zog von Neuenahr mit der Truppe aus Niederländern und drei Fähnlein deutscher Söldner, Taxis entgegen. Am 23. Juni des Jahres 1585 stießen die beiden Armeen bei Amerongen aufeinander und es kam zur Schlacht.

Die Schlacht

Anfänglich schien es, als ob Adolf von Neuenahr triumphieren würde, denn Taxis’ Truppen wurden zurückgedrängt. Aber während des Gefechts liefen Oswald und Hermann von dem Bergh zum Feind über und fielen mit ihrer Kavallerie den Staatischen in den Rücken. Die bis dahin in Reserve gehaltene spanische Kavallerie wurde eingesetzt und die Aufständischen gerieten zwischen zwei Fronten. Vor allem entlang des Deiches der Lek fand ein schreckliches Massaker an der Infanterie statt. Allein an staatischen Soldaten fielen an diesem Tag an die 1600 Mann. Der Rest mit der Kavallerie floh Richtung Wijk bij Duurstede und Amersfoort. Von Neuenahr und Schenk konnten entkommen, Marschall de Soete, Statthalter Utrechts, geriet in spanische Gefangenschaft. Gegen Bezahlung eines hohen Lösegelds kam er Tage später wieder frei. Einige Tage nach der Schlacht kehrten Taxis’ Truppen zurück, bestatteten ihre eigenen Gefallenen, beraubten die toten staatischen Soldaten, ließen sie aber auf dem Schlachtfeld liegen.