Schlomo Hofmeister

Schlomo Hofmeister (* 10. Oktober 1975 in München) ist Gemeinderabbiner der Israelitischen Kultusgemeinde Wien.

Inhaltsverzeichnis

Studien und Rabbinatsausbildung

Schlomo Hofmeister lernte nach Beendigung seiner Gymnasialzeit am Michaeli-Gymnasium München an verschiedenen Jeschiwos in England und Israel, studierte Sozialwissenschaften, Geschichte und Politik an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) sowie der University of British Columbia (UBC) und beendete Ende 2002 seine Universitätsstudien mit einem Master of Science (MSc) Abschluss von der London School of Economics (LSE). 2004 zog er von London nach Jerusalem, um seine Rabbinatsstudien, unter anderem im Rabbinerseminar Toras Schlomo von Rabbiner Mosche Halberstam, fortzusetzen. Rabbiner Hofmeister erhielt Semichos in unterschiedlichen Bereichen des jüdischen Rechts unter anderen von Rabbiner Mosche Sternbuch, dem Vorsitzenden des Orthodoxen Rabbinatsgerichts von Jerusalem. Als er im Jahre 2005 seine erste rabbinische Ordination erhielt, war er der erste Rabbiner seit 69 Jahren, der in Deutschland geboren und aufgewachsen war; der erste deutsche Rabbiner seit seine beiden Mentoren, der Münchner Oberrabbiner Pinchas Paul Biberfeld und der Londoner Rabbiner Josef Zwi Halevi Dunner im Jahre 1936/37 ihre Ordinationen vom Hildesheimer Rabbinerseminar in Berlin erhalten hatten.

Gemeinderabbiner in Wien

Seit 2008 ist Schlomo Hofmeister Gemeinderabbiner in Wien, wo bereits seine Vorfahren nach ihrer Vertreibung aus Spanien für mehrere Generationen ansässig waren.

Siddur Tefilas Jeschurun

Hofmeister ist der Herausgeber von Siddur Tefilas Jeschurun, einem jüdischen Gebetbuch mit besonders genauer und authentischer Version des aschkenasischen Gebetstextes und Ritus. Das erstmals im Jahre 1799 von Rabbiner Wolf Heidenheim in Rödelheim bei Frankfurt a. M. herausgegebene Gebetbuch Sofoh Beruroh (später genannt Sefas Emes), das die Grundlage aller folgenden aschkenasischen Gebetbücher bildet, beinhaltet sowohl Druckfehler, als auch durch die damalige Zensur modifizierte Passagen der ursprünglichen Gebetstexte. In Tefilas Jeschurun sind diese problematischen Veränderungen korrigiert.

Veröffentlichungen

Weblinks