Schloss Algersdorf

Schloss Algersdorf
Das Schloss Algersdorf im Jahre 1681

Das Schloss Algersdorf oder Schloss Alt-Eggenberg ist ein Grazer Schloss dessen Geschichte bis auf das 11. Jahrhundert zurückzuverfolgen ist. Es befindet sich etwas nördlich des Schlosses Eggenberg in der Baiernstraße. Es dient in seiner heutigen Form, welche aus dem 15. Jahrhundert stammt, als Wohn- und Verwaltungsgebäude. Die ehemaligen Wehranlagen sind heute nicht mehr erkennbar.

Geschichte

Die früheste Erwähnung des Schlosses als „Algeristeti“ findet man im Jahre 1050, als der Vollfreie Eppo dieses beim Erzbischof von Salzburg gegen Güter im Sulmtal eintauschte. Aribo, ein Bruder des Aribonen Hartwig, verschenkte im Jahre 1102 das Schloss an das Stift Göttweig. Das Stift tauschte es 1161 beim Markgraf Ottokar III. gegen einige Besitzungen in Niederösterreich ein. Um 1300 verkaufte Friedrich von Algersdorf das Schloss und den heute nicht mehr sichtbaren Wehrbau an Hermann Windischgrätzer. Sein Nachfahre Friedrich Windischgrätzer musste das Schloss und den Wehrbau an Walter von Hanau pfänden. Dieser stifetete es 1377 als Seelgerät der Pfarre von Voitsberg.

Im 14. Jahrhundert scheint das Gut seine Bedeutung als Adelssitz verloren zu haben und zum Bauerngut geworden zu sein. Michael der Prem verkaufte das Gut am 11. Mai 1402 der Witwe von Eckhart Windischgrätzer und dessen Sohn Choloman. Zu dieser Zeit war das Gut kein Adelsgut mehr, sondern ein Zinsgut. Bis ins Jahr 1460 blieb das Gut in den Händen der Windischgrätzer, die es als Bauernhof führten. Im diesem Jahr kaufte der Grazer Baltasar Ekgenberger das Gut und baute es erneut zum Adelssitz aus. Als dieser 1490 verhaftet wurde, fiel das Schloss wieder an die Windischgrätzer zurück. Margareta Windsichgrätzer verkaufte 1586 Algersdorf an Seifried von Eggenberg. Es war bis zu Mitte des 18. Jahrhunderts der Sitz der Herrschaftsverwaltung. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war es verwaltungsmäßig mit dem Schloss Eggenberg verbunden. 1921 wurde es von Alfred Röhrich gekauft.

Quellen

  •  Robert Baravalle: Burgen und Schlösser der Steiermark. Leykam, Graz 1995 (Nachdruck von 1961), ISBN 3-7011-7323-0, S. 3-4.

47.07682515.390825Koordinaten: 47° 4′ 37″ N, 15° 23′ 27″ O