Schloss Burgschleinitz

Schloss Burgschleinitz – Brücke und Tor
Schloss Burgschleinitz
Grundriss von Schloss Burgschleinitz

Schloss Burgschleinitz in Burgschleinitz im niederösterreichischen Bezirk Horn wurde per Bescheid unter Denkmalschutz gestellt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung und Geschichte

Die frühere Burg Burgschleinitz war der Stammsitz eines österreichischen Ministerialengeschlechts. Der Letzte dieses Geschlechts, Otto von Schleunz, kam 1260 bei Staatz im Kampf gegen Ungarn ums Leben. Mehrere Besitzerwechsel folgten.

1480 konnten sich hussitische Truppen unter Wenzel Wlčeks hier festsetzen, bis 1482 die Burg von österreichischen Truppen zurückerobert und völlig zerstört wurde. Ab etwa 1543 wurde die Burg wieder aufgebaut und ab ungefähr 1589 unter Georg Bayer von Niederdürnbach ausgebaut.

Zu Beginn des Dreißigjährigen Kriegs wurde Burgschleinitz von böhmischen Truppen niedergebrannt und später von der auf Schloss Greillenstein ansässigen Grafen von Kuefstein wieder aufgebaut. Ihnen folgten als Besitzer die Freiherren von Sazenhofen nach. Derzeitig steht die Burg im Eigentum der Familie Eckert.

Seit 1974 ist der Wassergraben wieder geflutet.

Gast auf Schloss Burgschleinitz war unter anderen Franz Grillparzer. [1]

Beschreibung

Wann der Umbau von Burg Burgschleinitz zum Schloss erfolgte, ist nicht bekannt.

Schloss Burgschleinitz ist von einem Teich umgeben und ist nur über eine Brücke, bei der eine Johannes-Nepomuk-Statue aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts steht, zu erreichen.

Drei zweigeschoßige Gebäudetrakte mit Walmdächern, die um einen schmalen und unregelmäßigen, annähernd rechteckigen Hof gruppiert sind, bilden das Hauptgebäude. Die vierte Seite des Hofs bildet eine Mauer mit einer Tür, durch welche über eine Treppenanlage der Vorhof zu erreichen ist.

Dieser halbkreisförmige Vorhof wird von Bruchsteinmauern eingefasst und an der Ostseite durch den rechteckigen Torturm mit einer rundbogigen Durchfahrt abgeschlossen.

Der erste Vorhof in Form eines unregelmäßigen Rechtecks wird von Nebengebäuden umstanden und nach außen ebenfalls durch Bruchsteinmauern mit dem Haupttor abgeschlossen. Von diesem Haupttor führt eine Brücke über den Graben. Früher befand sich hier eine Zugbrücke.

Literatur

  • Falko Daim, Karin Kühtreiber, Thomas Kühtreiber: Burgen – Waldviertel, Wachau, Mährisches Thayatal. 2. Auflage, Verlag Freytag & Berndt, Wien 2009, ISBN 978-3-7079-1273-9, S. 84-87.
  • Österreichische Kunsttopographie, herausgegeben von der k.k. Zentral-Kommission für Kunst- und historische Denkmale, Band V, Die Denkmale des politischen Bezirkes Horn in Niederösterreich, in Kommission bei Anton Schroll & Co, Wien 1911.
  • DEHIO Niederösterreich - nördlich der Donau. Wien 1990, ISBN 3-7031-0652-2.

Weblinks

Fußnoten

  1. http://www.burgschleinitz-kuehnring.at/?sehenswertes/_art293

48.60803888888915.818988888889Koordinaten: 48° 36′ 29″ N, 15° 49′ 8″ O