Schloss Fünfkirchen

Schloss Fünfkirchen um 1900

Schloss Fünfkirchen - oder Schloss Steinebrunn - liegt im niederösterreichischen Weinviertel, in Steinebrunn, 10 km nördlich von Poysdorf, nahe dem Grenzübergang Drasenhofen und der Stadt Nikolsburg/Mikulov in Südmähren. Das Schloss liegt dominierend auf einer Anhöhe - dem Schlossberg - mit weiter Sicht in die Umgebung.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Schloss trägt den Namen der niederösterreichischen Adelsfamilie Fünfkirchen.

1602 lässt Freiherr Johann Bernhard von Fünfkirchen das vierflügelige Schloss als Zentrum und Verwaltungssitz seines großen Grundbesitzes im Stil der späten Renaissance neu erbauen. Reste eines spätromanischen Vorgängerbaus wurden im aufgehenden Mauerwerk integriert. Anfang des 18. Jahrhunderts lässt Graf Johann Adam von Fünfkirchen Teile des Schlosses barock ausgestalten, die stuckierte Sala terrena und Reste von Seccomalerei sind noch erhalten. Ab 1800 werden die einstigen Befestigungsanlagen geschleift und ein englischer Garten angelegt. Ein letzter großer Umbau erfolgt Mitte des 19. Jahrhunderts, so erhalten die vier Ecktürme ein drittes Geschoss und Pyramidendächer. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wird das Schloss geplündert.

Die Familiengruft der Grafen von Fünfhausen befindet sich im benachbarten Stützenhofen.

Heute

Schloss Fünfkirchen befindet sich in Privatbesitz und ist überwiegend bewohnt. Es kann nicht besichtigt werden.

Quellen

  • Heinrich Graf Fünfkirchen: Die Fünfkirchen in Wien, Enns, Steinebrunn und Falkenstein im Mistelbacher Bezirk. NÖ Landesbibliothek, Bib-Sigel: NÖIL IDN: 28241.
  • Gerhard Stenzel: Von Schloss zu Schloss in Österreich. Kremayr & Scheriau, Wien 1976, ISBN 3-218-00288-5, S. 175.
  • Walter Franz Ziehensack: Land Zwischen Thaya Und Zaya. Jugend & Volk, Wien u. a. 1975, ISBN 3-714-17600-4

Weblinks

 Commons: Schloss Fünfkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.74777777777816.648333333333Koordinaten: 48° 44′ 52″ N, 16° 38′ 54″ O