Schloss Gimborn

Schloss Gimborn
Schloss Gimborn

Schloss Gimborn

Entstehungszeit: 1273
Burgentyp: Schloss
Erhaltungszustand: Alle Teile erhalten
Bauweise: Bruchstein
Ort: Gimborn
Geographische Lage 51° 3′ 38,9″ N, 7° 28′ 32,9″ O51.0608055555567.4758083333333278Koordinaten: 51° 3′ 38,9″ N, 7° 28′ 32,9″ O
Höhe: 278 m ü. NN
Schloss Gimborn (Nordrhein-Westfalen)
Schloss Gimborn

Das Schloss Gimborn ist ein Schloss im Ortsteil Gimborn der Gemeinde Marienheide im Oberbergischen Kreis in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Benachbarte Schloss Gimborner Ortsteile sind Boinghausen im Norden, Jedinghagen im Osten, Erlinghagen im Süden, Scheel und die Ruine Eibach bzw. Unterlichtinghagen im Westen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gimborn wurde 1273 von dem Grafen von Berg an den Grafen von der Mark verpfändet und war seit 1631 Residenz der Grafschaft Gimborn-Neustadt des Hauses Schwarzenberg. Zwischenzeitlich waren von Graf Wallmoden-Gimborn, Graf von Meerveldt und Graf Cajus von Stolberg zu Stolberg Besitzer der Herrschaft Gimborn.

Seit 1874 ist die Anlage im Besitz der Freiherren von Fürstenberg zu Gimborn.

Seit 1969 dient das Schloss als Tagungs- und Begegnungsstätte der International Police Association. Einmal im Jahr öffnet das Schloss seine Türen, zum Schützenfest der Gimborner "St. Sebastianus-Schützenbruderschaft".

Architektur und Ausstattung

Die ehemalige Wasserburg befindet sich in einem abseits gelegenen Tal der oberen Leppe. Der Burggraben wurde im Gegensatz zu allen bisherigen Behauptungen der verschiedensten Literatur, selbst solcher neuester Zeit, zu keiner Zeit von der starken Quelle unter dem „dicken“ Südwestturm gespeist. Der ehemalige Burggraben war eine Umleitung des östlich vorbei fließenden Gimbachs. Von der ehemaligen Burganlage existieren nur noch Reste des Hauptturmes in der nordöstlichen Gebäudeecke des heutigen Haupthauses und der Umwehrungsmauer, auf der offenkundig das Nebenhaus und der quer zum Schloss angeordnete langgestreckte nördliche Wirtschaftsflügel (1741) aufgesetzt sind. Die Quelle unter dem Schlossturm wurde stets auf direktem Wege in den Schlossteich geleitet. [1]

In späteren Bauphasen, nach Einführung der Feuerwaffen, wurden die Verteidigungsanlagen, die ihre militärische Bedeutung verloren hatten, zugunsten von Repräsentativen Elementen zurück- beziehungsweise umgebaut. Das heutige Schloss war zu keiner Zeit ein Wasserschloss; der Graben auf der Nordwestseite der Schlossanlage diente lediglich der Trockenhaltung des unter Straßenniveau gelegenen Geschosses.

Die heute noch sichtbaren Kettenrollen einer ehemaligen Zugbrücke sind insofern auch kein Relikt einer Wassergraben überspannenden Brücke, sondern die des seinerzeit neuen Schlosszuganges mit der Errichtung des neuen Haupthauses mit Baubeginn um 1600. Die Anlage ist daher richtigerweise als ganz normales Schloss anzusprechen.

Bildergalerie


Einzelnachweise

  1. Siehe Baudach, 3. und 4. Karte um 1700, Seite 13 in "Baugeschichte von Schlossanlage und Schloss Gimborn in "Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Band 10"

Literatur

  • Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen. Band 1: Rheinland. Deutscher Kunstverlag, München, Berlin 1967, S. 203.
  • Robert Janke, Harald Herzog: Burgen und Schlösser im Rheinland. Greven, Köln 2005, ISBN 3-7743-0368-1, S. 162–163.
  • Hermann Maria Wollschläger: Burgen und Schlösser im Bergischen Land. 2. Auflage. Wienand, Köln 1990, ISBN 3-87909-242-7, S. 54–57.
  • Oskar Osberghaus: Gimborn. In: Walter Zimmermann, Hugo Borger (Hrsg.): Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Band 3: Nordrhein-Westfalen. Kröner, Stuttgart 1963, S. 223–224.
  • Hans-Jochen Baudach: "Gimborn und seine Geschichte", herausgegeben von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Gimborn um 1610 e.V. anlässlich ihres 400-jährigen Vereinsjubiläums im Jahre 2010.
  • Hans-Jochen Baudach: "Baugeschichte von Schlossanlage und Schloss Gimborn in "Beiträge zur Oberbergischen Geschichte, Band 10", herausgegeben von der Oberbergischen Abteilung 1924 e.V. des Bergischen Geschichtsverein im Jahre 2010.

Weblinks

 Commons: Schloss Gimborn – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien