Schloss Gneisenau

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Schloss Gneisenau
Schloss Gneisenau um 1674, Stich von G.M.Vischer

Schloss Gneisenau um 1674, Stich von G.M.Vischer

Entstehungszeit: 1161

(erste urk. Erwähnung)

Burgentyp: ehem. Wasserschloss
Erhaltungszustand: gut, mehrfach umgebaut
Ort: Kleinzell im Mühlkreis
Geographische Lage 48° 27′ 20″ N, 13° 59′ 5″ O48.45555555555613.984722222222Koordinaten: 48° 27′ 20″ N, 13° 59′ 5″ O
Schloss Gneisenau (Oberösterreich)
Schloss Gneisenau

Das Schloss Gneisenau liegt im Bezirk Rohrbach, in Kleinzell im Mühlkreis, 30 km nordwestlich von Linz (Oberösterreich). Vom einstigen Wasserschloss aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind nur der massige Torturm und die Laubengänge im Hof originalnah erhalten geblieben.

Die erste urkundliche Erwähnung eines Adelssitzes an diesem Ort erfolgte im Jahre 1161. Er gehörte bis zum Jahr 1338 der Ministerialenfamilie der Gneussen, dann den Teuerwangern, den Harrachern und den Diendorfern (1434–1524). Das an dieser Stelle wohl zu Beginn des 16. Jahrhunderts errichtete Schloss wurde in den folgenden Jahrhunderten baulich mehrfach verändert und erlebte zahlreiche Besitzerwechsel. Zu den zeitweiligen Eigentümern gehörte, in den Jahren zwischen 1556 und 1597, auch die ursprünglich aus Ulm stammende Patrizierfamilie der Neidharte, deren Nachkommen im 18. Jahrhundert die Bezeichnung von Gneisenau in den Familiennamen aufnahmen; ihr bedeutendster Angehöriger war der preußische Generalfeldmarschall und Heeresreformer August Graf Neidhardt von Gneisenau.

Das Schloss wurde im Jahr 1945 von sowjetischen Soldaten geplündert. Seit 1959 beherbergt es ein Bezirksaltenheim.

Literatur

  • Gerhard Stenzel: Von Schloss zu Schloss in Österreich. Kremayr & Scheriau, Wien 1976, ISBN 3-218-00288-5, S. 176.

Weblinks