Schloss Gstöttenau

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Schloss Gstöttenau
Schloss Gstöttenau nach einem Stich von Georg Matthäus Vischer von 1674

Schloss Gstöttenau nach einem Stich von Georg Matthäus Vischer von 1674

Entstehungszeit: vor 1317
Burgentyp: Niederburg
Erhaltungszustand: abgekommen
Ort: Ortsteil Gstöttenau von Pupping
Geographische Lage 48° 19′ 47,6″ N, 14° 0′ 29,2″ O48.32988003348114.008104801178Koordinaten: 48° 19′ 47,6″ N, 14° 0′ 29,2″ O
Schloss Gstöttenau (Oberösterreich)
Schloss Gstöttenau

Das ehemalige Schloss Gstöttenau befand sich in dem gleichnamigen Ortsteil der heutigen Gemeinde Pupping im Bezirk Eferding von Oberösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Um 1317 ist ein Gut zu „Steten ob Everding“ beurkundet. Dietmar von Aistersheim soll es 1317 dem Stift Wilhering geschenkt haben. Ursprünglich hat Gstöttenau den Schaunbergern gehört, zumindest scheint es unter dem Namen Gstöttenau im Schaunberger Urbar von 1371 auf.

Ende des 16. Jahrhunderts war Gsöttenau im Besitz des Niklas Glötschl von Gallham (Götschlein von Gallhaimb). Nach seinem Ableben heiratete seine Witwe Magdalena Ladaroneria 1584, die über eine Hälfte des Besitzes von Gstöttenau verfügte, den Siegmund von Sprinzenstein. Die andere Hälfte des Schlossbesitzes war in den Händen ihres Schwagers Ernst Ekkehard von Hungersbach. 1605 kaufte Peter Christoph Praunfalk beiden Besitzern das Schloss ab, veräußerte es aber 1620 an Erasmus von Starhemberg († 1648, beigesetzt in der Starhembergischen Gruft in Hellmonsödt). Nach dem Tod seiner Gattin vermählte sich Erasmus 1632 mit Salome von Jörger. Bei den Starhembergern verblieb das Schloss bis 1934.

Auf dem Stich von Georg Matthäus Vischer von 1674 war Schloss Gstöttenau ein zwei- bzw. dreigeschoßiger Bau mit drei Ecktürmen und Zwiebeldächern, die um einen Innenhof gruppiert waren. Das Schloss war mit einer einfachen, etwa einstöckigen Mauer umgeben, wobei an der Innenseite zum Schloss Wirtschaftsgebäude angebracht waren. Außerhalb des Schlosshofes ist ein Ziergarten mit einem kleinen Aussichtstürmchen erkennbar. Ebenso ist hier auf dem anderen Ufer eines Nebenzweiges der Aschach ein Meierhof erkennbar.

Schloss Gstöttenau heute

1830 war das einst weitläufige Schloss bereits zur Ruine geworden. Deshalb wurden um 1884 Teile des verfallenen Schlosses abgetragen, zwischen 1934 und 1936 wurde das Schloss bis auf die Grundmauern entfernt. Die Baureste liegen neben der Straße von Eferding nach Aschach an der Donau in einem Obstgarten; ein dort befindlicher Stadel steht auf den noch erkennbaren Grundfesten des Schlosses. Auf dem Schlossgrund wurden Neubauten errichtet, heute steht nur mehr der frühere Meierhof bzw. das einstige Brauhaus (jetzt Gasthaus Schickerbauer, Gstöttenau 3). An der Verstärkung der Hausecken ist zu erkennen, dass das Gebäude hochwassergefährdet war.

Literatur

  •  Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. Auflage. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
  •  Georg Grüll: Burgen und Schlösser in Oberösterreich, Band 2: Innviertel und Alpenvorland. Birken-Verlag, Wien 1964.
  •  Oskar Hille: Burgen und Schlösser in Oberösterreich einst und jetzt. Verlag Ferdinand Berger & Söhne, Horn 1975, ISBN 3-85028-023-3.

Weblinks

 Commons: Schloss Gstöttenau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien