Schloss Loosdorf

Schloß Loosdorf

Schloss Loosdorf liegt im niederösterreichischen Weinviertel in der Gemeinde Fallbach.

Loosdorf entstand zur Zeit der zweiten bayrischen Kolonisation des Weinviertels um die Mitte des 11. Jahrhunderts. 1416 wird es als Feste Lostorff erstmals urkundlich erwähnt.

1531 belehnt Ferdinand I. Ritter Adam von Gall als Dank für die Befreiung der ungarischen Stadt Gran von den Türken, sein Denkmal steht noch im Schlosshof.

1645 zerstörten die Schweden das Schloss, es wurde um 1680 nur einstöckig wiederaufgebaut. Johann Fürst von Liechtenstein ließ das Schloss ab 1794 im Stil des Klassizismus umbauen, beeindruckend dabei vor allem die Gartenfassade mit der Freitreppe und die Prunkräume im 1. Stock. An den Bauherrn erinnert auch die nahe im Wald gelegene romantische Ruine Hanselburg.

1834 erwarb Marquis Friedrich August Piatti den Besitz für seine aus Oberitalien stammende Familie. 1945 wurde Schloss Loosdorf verwüstet und schwer beschädigt. 1959 öffnete das Schlossmuseum mit der größten privaten Zinnfigurensammlung Österreichs.

Neben dem Schlossgebäude mit dem umliegenden Park liegt die Schlosskirche, die auch als Pfarrkirche dient.

Weblinks

 Commons: Schloss Loosdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.65027777777816.444722222222Koordinaten: 48° 39′ 1″ N, 16° 26′ 41″ O