Schloss Messendorf

Schloss Messendorf nach einem Stich von Georg Matthäus Vischer, 1681

Das Schloss Messendorf liegt an der St.-Peter-Hauptstraße im Stadtteil Messendorf im achten Grazer Stadtbezirk St. Peter. Das ehemals als Landes-Sonderkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie[1] verwendete Gebäude beherbergt gegenwärtig die Grazer Waldorfschule.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Seine Geschichte lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen, als sich um 1233 im damaligen Mezzendorf eine ritterliche Familie niederließ und sich selbst und den Hof nach der Ortschaft benannte. Das ursprüngliche Gebäude wurde auch Breunerhof und Freischloss genannt. Als Schloss Messendorf im Jahr 1479 in den Besitz der Familie Weißenegger überging, wurde es erstmals urkundlich erwähnt.[2]

Ab 1568 befand war es Eigentum der Grafen von Lengheimb, die es zu einem Spätrenaissance-Schloss erweitern ließen. Die Familie Lengheimb verkaufte 182 den „Siz Mesßentorff“ mit dem Meierhof an die Gräfin Josefa Breuner, bis es 1802 Eigentum der Familie Trauttmansdorff wurde. Im Schloss wurde eine Brauerei eingerichtet. Nach 1865 übernahm das Land Steiermark den Besitz und verwendete es zuerst als Zwangsarbeitshaus, später als Landes-Sonderkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie, bis in den 1980ern die Grazer Waldorfschule in die Räumlichkeiten einzog.[3]

Architektur und Gestaltung

Heutiges Schloßgebäude, das die Waldorfschule beherbergt; September 2011

Von der ursprünglichen Ausstattung des Schlosses ist nur mehr wenig erhalten geblieben. Der Altbau hat ein Uhr-Zwerchgiebeldach aus dem Jahr 1802. Die steinernen Fensterrahmungen stammen aus dem 17. Jahrhundert. Dem heiligen Vinzenz von Paul war die ehemalige Messkapelle geweiht. Auf dem Altarblatt ist der Heilige mit einer Schlossansicht dargestellt. Es wurde im Jahr 1871 vom Ritter von Kurz zu Thurn und Goldenstein geschaffen.[4]

Literatur

  •  Herwig Ebner: Burgen und Schlösser Graz, Leibnitz und West-Steiermark. Birken, Wien 1967, ISBN 3-8503-0028-5, S. 75-76.
  •  Horst Schweigert: DEHIO Graz. Schroll, Wien 1979, ISBN 3-7031-0475-9, S. 212.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Schweigert: Dehio Graz. S. 212.
  2. Ebner: Burgen und Schlösser. S. 75.
  3. Ebner: Burgen und Schlösser. S. 76.
  4. Schweigert: Dehio Graz. S. 212.

47.0472515.483480555556Koordinaten: 47° 2′ 50″ N, 15° 29′ 1″ O