Schloss Niedernondorf

Schloss Niedernondorf

Das Schloss Niedernondorf ist ein Renaissance-Schloss in der gleichnamigen Kastralgemeinde Niedernondorf in Waldhausen (Niederösterreich).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Der Ort Niedernondorf wurde im 1292 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, das Schloss selbst aber erst am Ende des 15. Jahrhunderts. Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss 1622 von kaiserlichen Truppen niedergebrannt, aber doch bald wieder aufgebaut und neu eingerichtet. 1655 wird es im Gültbuch als einstöckiger Bau mit Torturm geschildert, so wie Vischer es auf seiner Topografie um 1672 zeigt. Seit 1872 ist das Schloss im Besitz der Familie Thurn-Valsassina.[1]

Schlossherren seit dem 15. Jahrhundert

  • Heinrich Gayspitz (1491–1496)
  • Johann Freytager (1496–1546)
  • Johann Freiherr von Karling (1546–1558)
  • Joachim von Lagelberg (1558–1590)
  • Leopold Freiherr von Lagelberg (1590–1613)
  • Georg Christoph Freiherr von Lagelberg (1613–1647), Sohn des Vorigen, ohne Sukzession
  • die Vetter Rudolph, Adam Sigmund und Hieronymus Freiherren von Lagelberg (1647–1653)
  • Adam Sigmund Freiherr von Lagelberg (1653–1658), durch Einantwortung
  • Franz Adam Freiherr von Lagelberg (1658–), Sohn des Vorigen
  • Franz Joseph Freiherr von Lagelberg (–166?), Sohn des Vorigen
  • Susanna Katharina Freifrau von Pollheim (–1669)
  • Ferdinand Ernst Graf von Abensperg und Traun (1669–1692)
  • Margaretha Gräfin Stratmann-Bouquoy, geb. Gräfin von Abensperg-Traun (1692–1717), Schwester des Vorigen
  • Otto Ehrenreich Graf von Abensperg und Traun (1717–1722), Erbe der Vorigen
  • Johann Adam Graf von Abensperg und Traun (1722–1726)
  • Karl Joseph Graf von Lamberg-Sprinzenstein (1726–1739)
  • Johann Graf von Khevenhüller (1739–1740)
  • Ferdinand Franz von Thomasis (1740–1779)
  • Heinrich Franz de Paula Graf von Khevenhüller (1779–1792)
  • Guido Joseph Graf von Sprinzenstein (1792–1793), renovierte das Schloss
  • Karoline Gräfin Sprinzenstein, geb. Gräfin Grundemann von Falkenberg (1793–1798), Wittwe des Vorigen
  • Wilhelma Heeremann Gräfin von Wimpffen, geb. Gräfin Dyhrn von Urschkau (1798–1802), Herrin auf Schloß Edenkoben in Rheinland-Pfalz
  • Maria Aloisia Gräfin von Spindler, geb. Gräfin von Füger (1802–1804), Herrin auf Schloss Irnharting in Oberösterreich
  • Emanuel Freiherr von Bartenstein (1804–1807)
  • Jakob Herzog von Corrigliano, Fürst von St. Mauro (1807–1817)
  • Johann und Christoph Freiherren von Bartenstein (1817–1819), Niedernondorf vereint mit Rastenberg
  • Johann Baptist Freiherr von Bartenstein (1819–1838)
  • Karl Freiherr von Bartenstein (1838–1847), Sohn des Vorigen, Aussterben der Familie von Bartenstein
  • Georg Friedrich Graf von Thurn-Valsassina-Como-Vercelli (–1879)
  • Franz Johann Graf von Thurn-Valsassina-Como-Vercelli (1879–1939)
  • Philipp Graf von Thurn-Valsassina-Como-Vercelli (*1912)
  • Georg Graf von Thurn-Valsassina-Como-Vercelli (*1942)

Quellen

  • Walter Pongratz, Gerhard Seebach: Burgen und Schlösser Litschau-Zwettl Ottenschlag-Weitra, Birken Verlag Wien 1971
  • Stephan Biedermann: Niedernondorf, seine Pfarr- und Herrschaftsgeschichte, 1928
  • Darstellung des Erzherzogtums Oesterreich unter der Ens, Anton Benko, Wien 1840
  • Johann Evang Kirnbauer von Erzstätt: Die Wappen des Adels in Niederösterreich, Bauer und Raspe Nürnberg 1983

Einzelnachweise

  1. thurnforst.at: Chronik Niedernondorf; abgerufen am 23. Dez. 2011

48.54731068333315.274890661111Koordinaten: 48° 32′ 50″ N, 15° 16′ 30″ O