Schloss Pöls

Das Schloss Pöls ist ein Schloss in der Gemeinde Zwaring-Pöls in der Steiermark. Seine Geschichte führt bis in die Mitte des 13. Jahrhunderts zurück. Es befindet sich in Privatbesitz.

Inhaltsverzeichnis

Standort

Das Schloss steht auf einer kleinen Anhöhe am rechten Ufer der Kainach.[1]

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Anwesens als Salzburger Zehenthof erfolgte im Jahr 1244. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde der Hof von den Grafen Saurau ausgebaut. Zwischen 1794 und 1801 war das Schloss im Besitz von Ludwig Graf Galler, welcher darin eine Brauerei einrichtete. 1855 kam das Anwesen in den Besitz der Freiherren von Washington, die mit George Washington, dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika verwandt waren. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Schloss weiter umgestaltet. Nach dem Ersten Weltkrieg kam das Schloss in den Besitz von Elisabeth Allesch und ihrem Bruder Ernst Mahla. Sie ließen es im Jahr 1929 renovieren. Es befindet sich bis heute im Besitz der Familie Allesch.[1][2]

Beschreibung

Das Schloss ist ein dreigeschossiger Zweiflügelbau. Im Hofeck befindet sich ein eingestellter, im Obergeschoss achteckiger Stiegenturm mit Spitzhelm und einem Arkadengang. An den Gebäudeecken befinden sich auf Säulen sitzende Kragstein-Erker, die ursprünglich von Zwiebelhelmen überdacht wurden.[1]

Im Inneren des Schlosses findet man zwei aus der Zeit um 1770 stammende Rokoko-Stuckdecken. Die Stuckdecke im zweiten Obergeschoss hat ein eingelassenes Deckenbild mit Venus und Amor aus dem ersten Viertel des 18. Jahrhunderts.[1]

Im ersten Obergeschoss des nördlichen Flügels befindet sich die ehemalige Schlosskapelle. Sie hat zwei gekuppelte Rundbogenfenster. Die reichen Stuckarbeiten stammen aus der Zeit zwischen 1660 und 1670 und sind mit Arbeiten des Johannes Baptist Cherubini verwandt.[1]

Das Wirtschaftsgebäude des Schlosses wurde laut einer Inschrift im Jahr 1739 erbaut.[1]

Quellen

  •  Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio Steiermark (ohne Graz). 2. Auflage. Berger, Horn/Wien 2006, ISBN 3-85028-439-5, S. 374.

Einzelnachweise

  1. a b c d e f  Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio Steiermark (ohne Graz). 2. Auflage. Berger, Horn/Wien 2006, ISBN 3-85028-439-5, S. 374.
  2. Gemeindechronik. www.zwaringpoels.at, abgerufen am 28. Juli 2012 (deutsch).

46.90469615.397552Koordinaten: 46° 54′ 17″ N, 15° 23′ 51″ O