Schloss Perwang

Schloss Perwang
Schloss Perwang: Wirtschaftsgebäude
Schloss Perwang: Gesamtanlage

Das Schloss Perwang befindet sich in der Gemeinde Perwang am Grabensee im Bezirk Braunau (Rudersbergerstraße 4).

Geschichte

Perwang erscheint zuerst zwischen 963 bis 976 in einer Tauschurkunde des Salzburger Erzbischofs Friedrich I. und des Grafen Aribo. Damals fiel Perwang an Salzburg und blieb 400 Jahre ein Meierhof des Hochstiftes Salzburg. 1341 und 1391 ist der Ansitz als Eigentum des Fridreich dem Noppinger urkundlich bezeugt. Dann werden die Brüder Seybot, Chunrad, Georg und Christian von Nopping genannt. Von den Noppingern kam Perwang am 11. May 1558 an Hanns Unterhofer, der am 20. Dezember 1595 verstarb. Der nächste Besitzer ist Sebastain Schettinger (Schütting, Schetting) zu Zell (verstorben 1660). Seine Witwe Maria verkaufte am 9. November 1661 den Besitz an das Kloster Michaelbeuren. Seitdem dient das Schlösschen als Pfarrhof.

Die Schlosskapelle ist von den Noppingern erbaut, diese war auch deren Grabstätte; die Noppinger ließen in Perwang auch eine Kirche erbauen.

Nach der Frieden von Tetschen am 13. Mai 1779 reiste Kaiser Josef II. durch das neu erworbene Innviertel und übernachtete am 28. Oktober 1779 in dem Schlössel. Die Landesgrenze führte damals mitten durch den Pfarrhof. [1] Es soll noch ein Stuhl vorhanden sein, auf dem Josef I. gesessen haben soll, ebenso ein Porträt des Kaisers und seiner Mutter Maria Theresia, gemalt von Franz Nikolaus Streicher aus Salzburg.

Das Schlösschen ist in einem ansprechenden Zustand, dies kann man von dem daran anschließenden Wirtschaftsgebäude leider nicht sagen.

Literatur

  •  Oskar Hille: Burgen und Schlösser in Oberösterreich einst und jetzt. Verlag Ferdinand Berger & Söhne, Horn 1975, ISBN 3-85028-023-3.
  •  Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. Auflage. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
  •  Benedikt Pillwein (Hrsg.): Geschichte, Geographie und Statistik des Erzherzogthums Österreich ob der Enns und des Herzogthums Salzburg in fünf Teilen. Fünfter Theil: Das Herzogthum Salzburg oder der Salzburger Kreis. Johann Christ. Quandt, Kastner’s seel. Eidam, Linz 1839.

Einzelnachweise

  1. Oberösterreichische Nachrichten vom 29. Oktober 2009

48.00736111111113.083083333333525Koordinaten: 48° 0′ 27″ N, 13° 4′ 59″ O