Schloss Radeck

Schloss Radeck, auch Schloss Radegg, ist eine heute nur noch teilweise vorhandene Burg- bzw. Schlossanlage in der Gemeinde Bergheim im Salzburger Land.

Inhaltsverzeichnis

Baubeschreibung

Schloss Radeck, Zeichnung von 1879

Von der einst mächtigen Anlage sind nur mehr die Kapelle zum hl. Johannes dem Täufer (1516 geweiht) und ein einfacher zweigeschoßiger Bau mit Walmdach sowie Reste der Toranlage vorhanden. Die Gesamtanlage steht heute unter Denkmalschutz.

Geschichte

Heutiges Aussehen der Anlage Schloss Radeck

Die Herren von Radeck tauchten erstmals in den Urkunden des 13.Jahrhunderts auf. Sie gehörten zu den wichtigsten Salzburger Ministerialengeschlechtern des 13. und 14. Jahrhunderts. In die Zeit um 1200 fällt wohl auch die Errichtung der Burg. Sie war Sitz des Pfleggerichts Radeck und damit auch der lokalen Gerichtsbarkeit, woran noch heute der im Volksmund gebräuchliche Begriff „Galgenbichl“ erinnert. 1334 erfolgte der Verkauf der Burg Radeck an das Erzstift Salzburg. Später war Radeck im Besitz des Hans Prazl (der den Umbau durchführen ließ) und der Freiherren von Rehlingen. Diese ließen 1670 die Anlage weitestgehend erneuern. 1685 erwarb der Salzburger Domherr Franz Anton von Königsegg (Wappen über der Tür) das Schloss. 1713 wurde Radegg mitsamt der Herrschaft an die Universität Salzburg verkauft. Ab 1808 mit den Zerstörungen in den Napoleonischen Kriegen beginnender Verfall. Die verbliebenen Reste von Schloss Radeck sind heute in Privatbesitz.

Literatur

  • Georg Clam Martinic: Burgen & Schlösser in Österreich. Landesverlag, Linz 1991, ISBN 3-85001-679-1 (formal falsche ISBN).

Weblinks

47.836087313.0561288Koordinaten: 47° 50′ 10″ N, 13° 3′ 22″ O