Schneidjoch

Schneidjoch
Guffert (rechts) und Schneidjoch (links) von Westen

Guffert (rechts) und Schneidjoch (links) von Westen

Höhe 1811 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich
Gebirge Brandenberger Alpen
Dominanz 1,9 km → Guffert
Schartenhöhe 345 m ↓ Issalm
Geographische Lage 47° 34′ 0″ N, 11° 47′ 21″ O47.56666666666711.7891666666671811Koordinaten: 47° 34′ 0″ N, 11° 47′ 21″ O
Schneidjoch (Tirol)
Schneidjoch

Das Schneidjoch ist ein 1811 m ü. A. hoher Berg im nördlichsten Teil der Brandenberger Alpen in Tirol, Österreich, nahe der Grenze zu Bayern. Früher wurde er den Bayerischen Voralpen zugerechnet.

Inhaltsverzeichnis

Topographie

Der Berg ist der westlichste und Hauptgipfel eines sich über rund 5 km von West nach Ost erstreckenden, südlich der Blauberge gelegenen und nördlich dem Guffert vorgelagerten Höhenzugs, dem auch der Abendstein (1596 m) und das Raggstadtjoch (1545 m) angehören, und der von der Berggruppe der Natterwand durch den Filzmoosbach getrennt wird. Ein östlich des Hauptgipfels gelegener Nebengipfel (1800 m) wird in älteren Karten als Rotwand bezeichnet.

Alpinismus

Der Doppelgipfel wird von der Gufferthütte in knapp einer Stunde erstiegen. Von der südlich gelegenen Issalm (1413 m), die von der Straße von Achental nach Steinberg oder vom Kaiserhaus an der Brandenberger Ache erreicht wird, kann er ebenfalls erstiegen werden.

Etruskische Inschrift

Etruskische Inschrift

In der Nähe des Schneidjochs findet sich in einer Quellgrotte auf rund 1600 m Höhe eine etruskische Inschrift im Fels (auch als rätische Inschrift gedeutet). Der Zugang zu der Inschrift ist markiert[1]; Die Quellgrotte ist mit einem Gitter gesichert.

Literatur

  • W. und G. Zimmermann: Alpenvereinsführer Bayerische Voralpen Ost, 2. Auflage, Bergverlag Rudolf Rother, München 1980, Rn. 248, ISBN 3-7633-1103-3
  • Martin Bernstein: Römerstraßen und Kultplätze. Archäologische Wanderungen. München 2006: Süddeutsche Zeitung GmbH (Süddeutsche Zeitung Edition), S. 44 ff. ISBN 978-3-86615-355-4
  • Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichische Karte 1:50000 Blatt 88 Achenkirch

Einzelnachweise

  1. Straße von Achental nach Steinberg, nach 3,7 km zweigt eine Forststraße nach Nordosten ab (Auto nur mit Genehmigung der Forstverwaltung Achenkirch). Nach 5,1 km gabelt die Forststraße, von hier etwa 40 min. (ca. 1500 m) Fußweg zur Fundstelle. Zunächst der Markierung zur „Aschenbrenner Hütte“ nach 0sten, dann dem Hinweis „Schneidjoch-Issalm“ nach Süden folgend, gelangt man knapp vor der Schneidjochscharte auf einen nach Westen abzweigenden schmalen Steig. Hier geht es entlang den Nordhängen des Schneidjochs fast bis zum Ende des Massivs. Inmitten schräg, fast senkrechter Gesteinsschichten verlaufender befindet sich eine Felsspalte an deren rechter Eingangsseite befindet sich die Inschrift.

Weblinks