Schnellpolka

Als Schnellpolka wird eine Variante der Polka bezeichnet, die in schnellem Tempo oder im schnelleren 4/8-Takt statt im üblichen 2/4-Takt steht. Sie kam im 19. Jahrhundert auf und wurde u. a. von Johann Strauss (Sohn) aufgegriffen.

In der Schweizer Volksmusik werden Musikstücke, die im Polka-Rhythmus im 4/8-Takt stehen, als Schnellpolka bezeichnet, da die Polka in der Schweiz im gemütlichen 2/4- oder 4/4-Takt stehen. In der Ländlermusik sind die Schnellpolkas vergleichbar mit einem Schottisch in hohem Tempo. Viele Schnellpolkas lehnen sich der Oberkrainer-Musik an, andere wiederum haben den Charakter von Bravour-Stücken. Schnellpolkas sind in der Ländlermusik relativ selten. In der älteren Schweizer Volksmusik sind sie gar nicht vertreten.

Beispiele für Schnellpolkas

Schnellpolkas von Johann Strauss (Sohn)

  • Bahn frei op. 45 (von Eduard Strauss, Bruder von Johann)
  • Auf Ferienreisen op. 133 (von Josef Strauss, ein anderer Bruder von Johann)
  • Schnellpost op. 159
  • Helenen-Polka op. 203
  • Tritsch-Tratsch-Polka op. 214
  • Im Fluge op. 230 (von Josef Strauss)
  • Ohne Sorgen op. 271
  • Vergnügungszug op. 281
  • Process-Polka op. 294
  • Par force ! op. 308
  • Leichtes Blut op. 319
  • Unter Donner und Blitz op. 324
  • Freikugeln op. 326
  • Éljen a Magyar! op. 332
  • Die Bajadere op. 351
  • Auf der Jagd op. 373
  • Rasch in der Tat ! op. 409
  • Mutig voran ! op. 432

Schnellpolkas in der volkstümlichen Musik

  • Trompeten-Echo von Slavko Avsenik
  • Jetzt wird gfäschtet von Isidor Rüdisüli
  • Blond Käthchen von Hugo Bigi