Schwarza (Leitha)

Schwarza
Plan der Schwarza im südlichen Niederösterreich

Plan der Schwarza im südlichen Niederösterreich

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Industrieviertel in Niederösterreich
Flusssystem Donau
Abfluss über Leitha → Donau → Schwarzes Meer
Quelle Rohrer Sattel
47° 52′ 0″ N, 15° 48′ 0″ O47.86666666666715.8902
Quellhöhe 902 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung Vereinigung in Haderswörth mit der Pitten zur Leitha47.73515555555616.224644444444302Koordinaten: 47° 44′ 7″ N, 16° 13′ 29″ O
47° 44′ 7″ N, 16° 13′ 29″ O47.73515555555616.224644444444302
Mündungshöhe 302 m ü. A.Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Höhenunterschied 600 m
Länge 78 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlenVorlage:Infobox Fluss/EINZUGSGEBIET_fehlt
Kleinstädte Gloggnitz, Ternitz, Neunkirchen
Gemeinden Rohr im Gebirge, Kaiserbrunn, Schwarzau im Gebirge, Reichenau an der Rax, Payerbach, Pottschach, Wimpassing im Schwarzatale und Schwarzau am Steinfeld.
Die Schwarza im Höllental

Die Schwarza im Höllental

Die Schwarza bei der Hochsteg-Brücke zwischen dem Weichtalhaus und Kaiserbrunn
Hochwasser führende Schwarza im Höllental

Die Schwarza ist ein Fluss in Niederösterreich. Sie ist ein Quellfluss der Leitha.

Inhaltsverzeichnis

Verlauf

Sie entspringt am Rohrer Sattel, fließt durch das Höllental und das Schwarzatal. Bei Haderswörth in der Gemeinde Lanzenkirchen fließt die Schwarza mit der Pitten zusammen und heißt dann Leitha. Die Länge beträgt 78 km. Die Schwarza ist Teil des Natura 2000-Gebiets Nordöstliche Randalpen: Hohe Wand - Schneeberg - Rax.

Charakter

Die Schwarza zeichnet sich im Oberlauf durch Prallhänge, hohe Uferfelsen, Kiesbänke, Gumpen und tiefe Rinnen aus. Der Unterlauf bis Schwarzau am Steinfeld ist stark reguliert. Lediglich zwischen Schwarzau am Steinfeld und Bad Erlach kann sich die Schwarza in breiten Mäandern wieder ausbreiten. Ab Loipersbach weist die Schwarza eine Versickerungsstrecke auf, wo der Großteil des Wassers in den kiesigen Untergrund des Steinfeldes versickert.

Das Flussbett unterhalb des so genannten „Dunkelsteiner Wehrs“ im Gemeindegebiet von Ternitz ist meist nur zur Zeit der Schneeschmelze und bei starken Regenfällen wasserführend. Das Wasser fließt durch mehrere Werkskanäle durch die Stadt Neunkirchen. Einige Kleinwasserkraftwerke werden hier angetrieben.

Bei dem „Peischinger (Land-)Wehr“ wird meist das gesamte Wasser der Schwarza (max. 7.000 Liter pro Sekunde) in den Kehrbach eingeleitet, der den Wiener Neustädter Kanal speist.

Bei Starkregen, zur Zeit der Schneeschmelze und bei Gewittern kann die Schwarza schnell zu einem reißenden Strom anschwellen.

Flussregime der Leitha

Bedeutung für Wirtschaft und Verkehr

Seine wirtschaftliche Bedeutung hatte der Fluss zunächst im Rahmen der Holzgewinnung. Das Holz der Wälder beiderseits der Schwarza wurde ab 1803 über die Schwarza und den Kehrbach nach Wiener Neustadt getriftet, dort auf Kähne verladen und über den Wiener Neustädter Kanal nach Wien gebracht.

Vorher wurde es bei der Windbrücke in großen Meilern zu Holzkohle verarbeitet. Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts siedelten sich zahlreiche Fabriken, vor allem Papierfabriken, in der Region an.

Ebenso wird die Schwarza zur Stromerzeugung genützt. Zu diesem Zwecke wurden entlang der Schwarza mehrere Werkskanäle errichtet, durch die heute ein Großteil des Wassers der Schwarza fließt.

Von den einst bedeutenden Papierfabriken ist heute nur mehr die Firma Mayr-Melnhof Karton (MM Karton) in Hirschwang in Betrieb. Zahlreiche Werksschließungen prägten vor allem das Arbeits- und Sozialleben der Region. So wurde nach der Stilllegung der Papierfabrik in Schlöglmühl eine Fernsehdokumentation mit dem Namen Postadresse 2640 Schlöglmühl über den Verfall der einstigen Papierhochburg gedreht.

Im Gesamtverlauf des Flusses nutzt die Höllental Straße (B 27) das Schwarzatal.

Wasser aus dem Einzugsgebiet der Schwarza wird zur Trinkwasserversorgung Wiens verwendet, seit 1869-1873 die I. Wiener Hochquellenwasserleitung erbaut wurde.

Naturraum

Typische Tierarten für die Schwarza sind: Fischotter, Gebirgsstelze, Graureiher, Mauerläufer, Wasseramsel, Äsche, Bachforelle, Koppe (Fisch).

Bemerkenswert ist weiters, dass im Bereich der Schwarza bei Kaiserbrunn die fischereiwirtschaftliche Nutzung von herkömmlichen Besatzmaßnahmen auf die Unterstützung des natürlichen Aufkommens umgestellt wurde. Besonders der Bestand der heimischen Bachforelle wird durch „Cocooning“ und „Artificial nests“ unterstützt. Das Ziel dieses Projekts ist der Aufbau einer bodenständigen und reproduktionsfähigen Fischfauna. Besonders der Einsatz von „artificial nests“ (das sind direkt in das Substrat eingebrachte Laichbetten) unterstützt das natürliche Aufkommen der Bachforelle.

Weblinks

 Commons: Schwarza (Lower Austria) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien