Seebenstein

Seebenstein
Wappen von Seebenstein
Seebenstein (Österreich)
Seebenstein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Neunkirchen
Kfz-Kennzeichen: NK
Fläche: 9,15 km²
Koordinaten: 47° 42′ N, 16° 9′ O47.70194444444416.144722222222348Koordinaten: 47° 42′ 7″ N, 16° 8′ 41″ O
Höhe: 348 m ü. A.
Einwohner: 1.315 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 143,72 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 2824, 2831
Vorwahl: 02627
Gemeindekennziffer: 3 18 37
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 1
2824 Seebenstein
Website: www.seebenstein.gv.at
Politik
Bürgermeister: Gerald Pawlowitsch (SPÖ)
Gemeinderat: (2010)
(19 Mitglieder)
15
4
15 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde Seebenstein im Bezirk Neunkirchen
Altendorf Aspang-Markt Aspangberg-St. Peter Breitenau Breitenstein Buchbach Bürg-Vöstenhof Edlitz Enzenreith Feistritz am Wechsel Gloggnitz Grafenbach-St. Valentin Grimmenstein Grünbach am Schneeberg Höflein an der Hohen Wand Kirchberg am Wechsel Mönichkirchen Natschbach-Loipersbach Neunkirchen (Niederösterreich) Otterthal Payerbach Pitten Prigglitz Puchberg am Schneeberg Raach am Hochgebirge Reichenau an der Rax Scheiblingkirchen-Thernberg Schottwien Schrattenbach Schwarzau am Steinfeld Schwarzau im Gebirge Seebenstein Semmering St. Corona am Wechsel St. Egyden am Steinfeld Ternitz Thomasberg Trattenbach Warth Wartmannstetten Willendorf Wimpassing im Schwarzatale Würflach Zöbern NiederösterreichLage der Gemeinde Seebenstein im Bezirk Neunkirchen (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Burg Seebenstein
Burg Seebenstein
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Seebenstein ist eine Gemeinde mit 1315 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Seebenstein liegt im Industrieviertel in Niederösterreich. Der Ort liegt in der Region Bucklige Welt. Die Fläche der Gemeinde umfasst 9,09 Quadratkilometer. 62,21 Prozent der Fläche sind bewaldet. Im Gemeindegebiet befindet sich der Naturpark Seebenstein-Türkensturz.

Katastralgemeinden sind Schiltern und Seebenstein. [1]

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. 1995 lag in Seebenstein das Epizentrum des bis Wien spürbaren Erdbebens der Magnitute 5,2, das als das stärkste gemessene Erdbeben Österreichs gilt.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung

Religion

Nach den Daten der Volkszählung 2001 sind 84,4 % der Einwohner römisch-katholisch und 3,8 % evangelisch. 0,5 % sind Muslime, 0,3 % gehören orthodoxen Kirchen an. 9,4 % der Bevölkerung haben kein religiöses Bekenntnis.

Politik

Gemeinderatswahlen
 %
80
70
60
50
40
30
20
10
0
75,61 %
(-0,34 %p)
24,39 %
(+0,34 %p)
2005

2010


Die Nachfolge des am 18. Jänner 2011 unerwartet verstorbenen Bürgermeisters Walter Endl trat mit 1. Februar 2011 Gerald Pawlowitsch an. Amtsleiterin ist Eva Bachmayer. Im Gemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2010 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: SPÖ 15, ÖVP 4, andere keine Sitze.

Wappen

Wappenseebenstein.gif

Der Gemeinde Seebenstein wurde mit Beschluss der NÖ-Landesregierung vom 14. November 1978 ein Gemeindewappen verliehen.[2]

Blasonierung: „In einem goldenen Schild über blauem Grund ein auf grauen Fels stehender silberner, rotbedachter mit drei schwarzen runden Fenstern versehener Turm, der mit einem roten Schild belegt mit zwei goldenen ineinandergreifenden halben Mühlrädern versehen ist.“

Gleichzeitig wurden die vom Gemeinderat der Gemeinde Seebenstein festgesetzten Gemeindefarben „Gelb-Weiß-Blau“ genehmigt.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Naturdenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 53, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 23. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 549. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,82 Prozent.

Persönlichkeiten

Literatur

  • Seebenstein. In: Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Oesterreich unter der Ens. Band 6, Viertel unterm Wienerwald. Schmidl (u.a.), Wien 1833, S. 56–73. [4]
  • Harry Baumgartner (Red.): Seebenstein. Ein Führer durch den Naturpark und den Ort. Science-Press-Verlag, Seebenstein 1988, ISBN 3-900574-04-9.
  • Rudi Putz, Martin Ringhofer: Naturparkgemeinde Seebenstein-Schiltern. „Auf der Spur von Geschichte und Kultur“. FVDV – Fremdenverkehrs- und Dorferneuerungsverein Seebenstein, Seebenstein 2009. [5]

Galerie

Einzelnachweise

  1. 433. Seebenstein. In: Österreichischer Amtskalender online. Verlag Österreich, Wien 2002–, Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
  2. NÖ-Landesregierung: Kundmachung über die Verleihung eines Gemeindewappens (…) für die Marktgemeinde Seebenstein (abgerufen am 7. Jänner 2012)
  3. a b Dom Miguel Herzog von Braganza †. In: Neue Freie Presse, Abendblatt (Nr. 22655/1927), 12. Oktober 1927, S. 2, Mitte rechts. (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/nfp
  4. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
  5. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
  6. Richard Kurt Donin, Maria Capra: Niederösterreich. Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs, topographisches Denkmälerinventar. 5., verbesserte Auflage, unveränderter Nachdruck. Berger, Horn 1976, ISBN 3-7031-0354-X, S. 316 f.

Anmerkungen

  1. Das Neue Schloß ersetzte die verfallende Höhenburg Seebenstein als Wohnschloß in der Ebene des Pittentales und wurde 1733 erbaut, nach Beschädigung im Zweiten Weltkrieg wurde es 1967 abgetragen. – Siehe: Eva Berger: Historische Gärten Österreichs. Band 1, Niederösterreich, Burgenland. Böhlau, Wien 2002, ISBN 3-205-99305-5, S. 548, online.
    Siehe auch: Lars Friedrich: Das Mayerling-Sammelsurium. Kurioses aus 20 Jahren Mayerling-Archiv. Books on Demand, Norderstedt 2009, ISBN 978-3-8370-7063-7, S. 128, online.
  2. Ursprünglich von Hermine Gräfin Patruban (1840–1876) als Heim für behinderte Kinder gegründet, später den Schulschwestern vom Orden des Heiligen Franziskus übergeben. Seit 21. Juni 1955 kozessionierter Beherbungsbetrieb (Drei-Sterne-Pension).
    Die Schulschwestern gehen auf die 1830 von Karoline Auguste von Bayern ins Leben gerufene Karolinenstiftung zurück, deren Wien-Erdberger Zweig 1845 zur Führung einer (bis nach 1900 bestehenden) Erziehungs-Anstalt für Soldaten-Töchter nach Seebenstein verlegt wurde. – In: Ferdinand Schmid: Das Heeresrecht der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Tempsky (u.a.), Wien 1903, Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund, S. 454. Die Carolinenstiftung besteht auch heute noch im Ort Seebenstein als ein 2005 erneuertes Ausbildungszentrum des Österreichischen Bundesheeres. – Siehe: NÖ: Carolinenstiftung wird modernes Ausbildungszentrum. In: bmlv.gv.at, abgerufen am 5. April 2011.

Weblinks

 Commons: Seebenstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien