Seeham

Seeham
Wappen von Seeham
Seeham (Österreich)
Seeham
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Salzburg
Politischer Bezirk: Salzburg-Umgebung
Kfz-Kennzeichen: SL
Fläche: 10,38 km²
Koordinaten: 47° 58′ N, 13° 4′ O47.96666666666713.066666666667503Koordinaten: 47° 58′ 0″ N, 13° 4′ 0″ O
Höhe: 503 m ü. A.
Einwohner: 1.786 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 172,06 Einw. pro km²
Postleitzahl: 5164
Vorwahl: 06217
Gemeindekennziffer: 5 03 32
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 49
5164 Seeham
Website: www.seeham.at
Politik
Bürgermeister: Peter Altendorfer (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(17 Mitglieder)
11 ÖVP, 3 SPÖ, 2 FPÖ/U, 1 Grüne
Lage der Gemeinde Seeham im Bezirk Salzburg-Umgebung
Anif Anthering Bergheim Berndorf bei Salzburg Bürmoos Dorfbeuern Ebenau Elixhausen Elsbethen Eugendorf Faistenau Fuschl am See Göming Großgmain Hallwang Henndorf am Wallersee Hintersee Hof bei Salzburg Köstendorf Lamprechtshausen Mattsee Neumarkt am Wallersee Nußdorf am Haunsberg Oberndorf bei Salzburg Obertrum am See Plainfeld Sankt Georgen bei Salzburg Sankt Gilgen Schleedorf Seeham Seekirchen am Wallersee Straßwalchen Strobl Thalgau Wals-Siezenheim Grödig Koppl Salzburg SalzburgLage der Gemeinde Seeham im Bezirk St. Johann im Pongau (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Gemeindeamt Schmiedbauerngut Seeham
Gemeindeamt Schmiedbauerngut Seeham
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Seeham ist eine Gemeinde im Bezirk Salzburg-Umgebung im Bundesland Salzburg in Österreich mit 1786 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde liegt im Flachgau im Salzburger Land am Westufer des Obertrumer Sees. Bis Ende Mai 1923 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Mattsee, seit dem 1. Juni 1923 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Oberndorf.

Katastralgemeinden sind: Matzing, Seeham.

Seeham und der Obertrumer See

Geschichte

Seeham liegt in der voralpinen Hügellandschaft am Westufer des Obertrumer Sees. Der Ort hat sich auf dem Schuttkegel des Altbachs aufgebaut. Die Landschaft verdankt dem gewaltigen Eisstrom, der sich einst aus den Bergen herausschob, seinen Reiz. Die drei Trumer Seen, damals ein einziger großer See, sind heute noch durch Kanäle miteinander verbunden.

An den Seeufern siedelten sich in frühester Zeit schon Menschen an, nährten sich von Fischerei, Jagd und Landbau. Darauf lassen die Hallstattgräber in Innerwall schließen. Um Christi Geburt wurde unsere Gegend unter Kaiser Augustus von den Römern besiedelt. In Kirchstätt (Obertrum) wurde ein „Hypokaustum“ (Heizungsanlage) aus der Römerzeit gefunden. Im 7. Jahrhundert siedelten sich die Bajuwaren an, die auch dieses Gebiet christianisierten. (Hl. Rupertus - Landespatron von Salzburg). Die Überfuhr von Seeham nach Mattsee spielte in den ältesten Zeiten eine große Rolle. Seeham trat nie eigens hervor, sein Geschick und seine Geschichte war mit Mattsee verknüpft.

1384 und 1385 wurde ein „Gut am Indernwald (Innerwall) und zu Aynolsdsfelden (Ansfelden) am Haunsberg in Seehaimer-Pfarre“ an das Kapitel zu Mattsee verkauft. Hier wird der Name Seeham (Heim am See) erstmals urkundlich erwähnt.

1398 kam das Trumer Seengebiet in den Besitz des Erzbischofs von Salzburg. Damit brach für diese Gegend ein wirtschaftlicher und kultureller Aufschwung an. Die alten Urkunden über Seeham reichen nicht gar zu weit zurück. Der Anfang der Schule dürfte auf das Jahr 1688 fallen. Das alte Schulhaus stand in der Nähe der Kirche, wurde aber beim Brand 1842 völlig vernichtet. Von 1853 bis 1967 wurde der Unterricht im Kramersepplhaus gehalten, 1967 war der Neubau der Volksschule, eine der vordringlichsten Aufgaben der Gemeinde Seeham, fertiggestellt. Unter Pfarrer Rohrmoser begann 1931 der Neubau der Kirche. Die älteren Bauteile stammen bereits aus der Zeit um 1400 und früher. Die alten Mauern standen auf Piloten, die vermorscht waren, Mauern und Gewölbe zeigten bereits breite Risse.

Seeham, von der Wartsteinkapelle aus gesehen

Die Bedeutung Seehams liegt heute im Fremdenverkehr. Den ersten Fremdenzustrom verzeichnet man in der Mitte des vorigen Jahrhunderts zum ortsansässigen Schmied und „Wunderdoktor“ David Schwarz, dessen „Anwendkuren“ zahlreiche Heilungssuchende anzogen. Seeham entwickelte sich bald zu einer „Sommerfrische“. Die „Deutsche Zeitung“ schreibt am 23. August 1891: „Der kleine Ort Seeham am Mattsee im Kronlande Salzburg, welcher alljährlich eine gewählte Gesellschaft von Sommergästen beherbergt ...“

1927 wird vom Verkehrsverein der Park gekauft - in der Folge ein Tennisplatz und ein Landessteg gebaut. 1954 wird die neue Badeanstalt ihrer Bestimmung übergeben. In den Jahren danach werden große Projekte in Angriff genommen: Ankauf des Zacherlhauses (ein Parkplatz entsteht), Beginn des Baues eines Promenadenweges und Ausbau der Wanderwege. Heute kann Seeham 37.000 Übernachtungen pro Saison verzeichnen, was durch ein erweitertes Angebot an Betten (Privatquartiere) und durch Ankurbelung der Vor- und Nachsaison erreicht worden ist.

Politik

Gemeindevertretung

Die Gemeindevertretung von Seeham hat 17 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeindevertretungswahl 2009 wie folgt zusammen:

Direkt gewählter Bürgermeister ist Peter Altendorfer (ÖVP).

Wappen

Das Wappen der Gemeinde ist: "Ein geteilter Schild, oben in Weiß ein blauer Fisch (Rheinanke), unten in Rot über natürlichem Wasser ein weißes, zweifenstriges Bootshaus mit rot-weiß-rot sparrenweise geteiltem Tor und gelbem Dach."

Religion

Der Ort Seeham wird als Kirchensprengel schon im Jahre 1135 erwähnt. Vielleicht hat damals schon eine Kapelle bestanden. In den Jahren 1310,1342 und 1385 ist in den Urkunden von einer Kirche in Seeham die Rede. Das alte Presbyterium ist in jener Zeit gebaut worden. 1458 wurden in der Kirche vom Weihbischof Sigmund von Passau Altäre geweiht, der Hochaltar zu Ehren des hl. Johannes des Täufers, ein Seitenaltar zu Ehren der Heiligen Vitus und der hl. Barbara. Dazumal wurde das Kirchenschiff und der Turm gebaut; auch die Kirchentür mit den gotischen Beschlägen oder der Taufstein, die Weihwasserschale und ein Kelch stammen aus dieser Zeit. 1511 ist ein Priester in Seeham, Georg Altherr von Laufen, später wurde der Gottesdienst von den Herren in Mattsee besorgt, bis etwa 1600 an.

Die Matriken fangen 1606 an. 1633 und 1677 wurde eine Uhr im Turm aufgestellt. 1720 wurde der Turm mit einem Helm nach dem Muster der Domtürme bekrönt und die Taufe Christi für den Hochaltar geschnitzt. Die älteste Glocke trägt die Jahreszahl 1786. 1837 kamen neue Seitenaltäre. Die Wirtsfamilie Hietel widmete 1847 eine Monstranz, Kelch, Messkleider etc. Die Kirche Seeham gehört zum Stifte Mattsee, demselben importiert, und unterstand bis 1807 dem Bischof von Passau, nicht dem von Salzburg. Im Jahre 1842 wütete ein großer Brand, der das innere Dorf vernichtete. Die Kirche blieb verschont. Damals wurden die umliegenden Häuser gebaut: Schmiedbauer, Bäcker, Botenmartin, auch das Schulhaus und andere. Der Pfarrer wohnte bis 1905 in der Öd auf dem Haunsberg, bei seiner Ökonomie. 1905 wurde diese verkauft und im Dorfe ein Pfarrhof unter Pfarrer Adolf Rohrmoser errichtet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer
  • Friedhofskapelle
  • Gemeindeamt Schmiedbauerngut Seeham
  • Unmittelbar neben dem Strandbad befindet sich die im Jahr 1997 errichtete Seebühne.

Verkehr

In der Ortschaft Fraham beim Grabensee ist eine Umsteigestation des Postbuses mit den Richtungen Berndorf bei Salzburg, Mattsee und Obertrum am See.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger:

  • Franz Calliari (1921–2007), langjähriger Pfarrer von Seeham, zuvor Chefredakteur des Rupertusblattes und Lehrer und Direktor am Borromäum
  • MR Dr. Hans Bachinger, ehem. Sprengelarzt
  • Andreas Walkner, ehem. Bürgermeister
  • Hofrat Prof. Mag. Matthias Hemetsberger, ehem. Bürgermeister
  • OSR Dir. Hans Ziller, ehem. VS-Direktor

Weblinks

 Commons: Seeham – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise