Sepp Tanzer

Sepp Tanzer (* 28. Februar 1907 in Matrei am Brenner, Tirol; † 28. Februar 1983 in Kramsach) war einer der bedeutendsten österreichischen Komponisten für Blasmusik.

Leben

Schon in früher Kindheit kam Sepp Tanzer mit der Musik in Kontakt. Vom Vater begleitet sangen die fünf Geschwister im elterlichen Wirtshaus schon als Volksschüler vor den Gästen. Als Klarinettist trat er bald der örtlichen Musikkapelle bei, und als 18-jähriger verwirklichte er seinen Berufswunsch, Musiker, in der Militärmusik Tirol als Klarinettist und Oboist. Tanzer war während der NS-Zeit von 1938 bis 1945 als Gaumusikleiter von Tirol und Vorarlberg tätig. 1945 erhielt Tanzer ein dreijähriges Auftrittsverbot. Tanzer leitete er zahlreiche Blaskapellen in Tirol, darunter von 1943-1977 die Stadtmusikkappelle Wilten-Innsbruck, mit der er erfolgreich die Olympischen Winterspiele in Innsbruck musikalisch umrahmte. 1964 ernannte ihn der österreichische Bundespräsident zum Professor. Viele Jahre war er als Landesmusikdirektor im Tiroler Blasmusikverband tätig. Als er am 28. Februar 1983 in Kramsach starb, hatte er über 150 Blasmusikkompositionen geschaffen, und die Original-Blasmusikliteratur gefördert und mitgeprägt.

Werke

Die bedeutendsten Werke Tanzers sind z.B.:

  • Klingendes Land - Ouverture für Blasorchester
  • Tirol 1809 - Suite in 3 Sätzen
  • Bozner Bergsteigermarsch - Marsch (siehe für den Text: Bozner Bergsteigerlied)
  • Mein Tirolerland - Marsch
  • Standschützen Marsch
  • Älplerische Weisen (Melodienreigen für Blasmusik)
  • Olympioniken - Marsch anlässlich der Olympischen Winterspiele in Innsbruck 1964
  • Haspinger-Marsch

Literatur

Sammer, Gerhard: Sepp Tanzer (1907-1983) Leben - Werk - Umfeld: eine Monographie. Diplomarbeit, Innsbruck 1995.