Siedlung Weißenböckstraße

Wappen der Stadt Wien Siedlung Weißenböckstraße
Gemeindebau in Wien
Siedlung Weißenböckstraße
Lage
Adresse: Weißenböckstraße 1–3
Bezirk: Simmering
Koordinaten: 48° 9.6666666666665′ 40″ N, 16° 25.75′ 45″ O48.16111116.429167Koordinaten: 48° 9.6666666666665′ 40″ N, 16° 25.75′ 45″ O
Architektur und Kunst
Bauzeit: 1922–1928
Wohnungen: 128
Architekten: Alfons Hetmanek, Franz Kaym
Kunstwerke von: Fritz Tiefenthaler
Kulturgüterkataster der Stadt Wien
Siedlung Weißenböckstraße im digitalen Kulturgüterkataster der Stadt Wien (PDF-Datei)

Die Siedlung Weißenböckstraße ist eine städtische Wohnhausanlage in der Weißenböckstraße 1–3 im 11. Wiener Gemeindebezirk Simmering.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Roten Wien der Zwischenkriegszeit entstanden zahlreiche kommunale Wohnbauten, vor allem in den von vielen Arbeitern bewohnten Außenbezirken Favoriten und Simmering. Die Siedlung Weißenböckstraße wurde von 1922 bis 1928 in zwei Bauetappen nach Entwürfen von Alfons Hetmanek und Franz Kaym errichtet.

Auf dem Grundstück im Bereich Weißenböckstraße/Petzoldgasse/Reischekgasse sollten Häuser für Bedienstete der Wiener Gaswerke und Straßenbahner errichtet werden. Da dieses Projekt nicht umgesetzt wurde, ließ die Gemeinde Wien von 1922 bis 1923 71 Reihenhäuser errichten, die auch über Gärten und Ställe verfügten. In der zweiten Bauetappe wurden 1927/28 Wohnhäuser mit insgesamt 56 Wohnungen entlang der Simmeringer Hauptstraße gebaut. Von 2004 bis 2005 wurde die Wohnsiedlung saniert, dabei wurden unter anderem die Fenster und Türen erneuert, das Dach neu gedeckt sowie Maßnahmen zur Wärmedämmung durchgeführt.

Benannt ist die Wohnsiedlung nach der angrenzenden Weißenböckstraße, die wiederum 1884 nach dem Gastwirt und Hausbesitzer Johann Weißenböck (1812–1871) benannt wurde, der einst in der nahegelegenen Kaiser-Ebersdorfer Straße 72 wohnte und sich wohltätig für Simmering engagierte.

Architektur und Gestaltung

Die 128 Wohneinheiten umfassende und denkmalgeschützte Siedlung wird durch die Simmeringer Hauptstraße, Reischekgasse, Petzoldgasse, den Wilhelm-Kreß-Platz und die Weißenböckstraße begrenzt. Die im Zuge des ersten Bauabschnitts errichteten Reihenhäuser sind schlicht gehalten und wirken eher rustikal. Die 1928 fertiggestellten, zwei- bis dreigeschoßigen Mehrparteienhäuser hingegen weisen teilweise ein villenartiges Äußeres auf und verfügen über historistische Fassadenelemente. Die Gestaltung der Risalite und Gesimse kann der kommunalen Architektur der Zwischenkriegszeit zugeordnet werden. Die Gebäude aus der zweiten Bauetappe umgeben einen „Marktplatz“, auf dem sich ein von Fritz Tiefenthaler geschaffener Zierbrunnen befindet.

Siehe auch

Literatur

  • Hans und Rudolf Hautmann: Die Gemeindebauten des Roten Wien 1919–1934, Wien 1980
  • Helmut Weihsmann: Das Rote Wien. Sozialdemokratische Architektur und Kommunalpolitik 1919–1934, Wien 1985/2002.

Weblinks