Siegbert Alber

Siegbert Alber (* 27. Juli 1936 in Hechingen, Hohenzollernsche Lande) ist ein deutscher Politiker der CDU.

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Leben und Beruf

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften war Alber zunächst als Gerichtsassessor Staatsanwalt und Regierungsrat beim Landtag von Baden-Württemberg tätig. 1968/69 war er Referent der CDU-Fraktion im Baden-Württembergischen Landtag. 1997 wurde er Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof und bekleidete dieses Amt bis Oktober 2003. Seine Nachfolgerin wurde Juliane Kokott. Seit dem Wintersemester 2001/02 ist Alber Honorarprofessor am Europa-Institut der Universität des Saarlandes. Im Oktober 2005 erhielt er ein Ehrendoktorat der IMADEC University (LL.D h.c.), welches er jedoch nie führte. Nach einem Urteils des österreichischen Verwaltungsgerichtshofs sind jedoch alle Verleihungen akademischer Ehrengrade der IMADEC University als ungültig anzusehen[1].

Siegbert Alber war bis 1998 Präsident der Paneuropa-Union. Er ist Offizier der Französischen Ehrenlegion und trägt zahlreiche hohe Auszeichnungen, unter anderem das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, das Große Kreuz mit Stern und Schulterband des luxemburgischen Verdienstordens, das Große Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich[2] und die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. Er ist Gründungspartner der EU-Lobbyingkanzlei Alber & Geiger.

Politik

Alber ist Mitglied der CDU. In der Nachwuchsorganisation Junge Union war er als Kreis-, Bezirks- und Landesvorsitzender aktiv. Von 1971 bis 1980 war er Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Stuttgart, der ihn anschließend zu seinem Ehrenvorsitzenden wählte. Er war von 1969 bis 1980 für Baden-Württemberg drei Wahlperioden lang Abgeordneter der CDU im Deutschen Bundestag und von 1977 bis 1997 Abgeordneter des Europäischen Parlaments. Von 1984 bis 1992 war er dessen Vizepräsident, nachdem er zuvor seit 1982 stellvertretender Vorsitzender der EVP-Fraktion gewesen war.

Zeitweise gehörte er auch der Beratenden Parlamentarischen Versammlung des Europarates an, in der er von 1975 bis 1980 dem Ausschuss für Haushaltsfragen und intergouvernementale Arbeitsprogramme vorsaß. In der Versammlung der Westeuropäischen Union leitete er von 1977 bis 1980 den Haushaltsausschuss.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Zur Zulässigkeit der Vergabe von akademischen Ehrungen durch Privatuniversitäten und andere postsekundäre Bildungseinrichtungen. Zeitschrift für Hochschulrecht, Hochschulmanagement und Hochschulpolitik (16. März 2007). Abgerufen am 20. Juni 2007.
  2. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952