Siegessäule (Altona)

Die Siegessäule auf einer Ansichtskarte von 1907

Die Siegessäule war ein Denkmal in Altona, das an den Deutsch-französischen Krieg von 1870/71 und das IX. Armeekorps erinnerte.

Das 16,5 Meter hohe Kanonendenkmal am westlichen Ende der Palmaille, wo nach dem Willen Günther Ludwig Stuhlmanns eigentlich ein Brunnen errichtet werden sollte, wurde am 27. Oktober 1875, dem Jahrestag der Kapitulation von Metz, feierlich enthüllt. Am Sockel der nach dem Entwurf des Bildhauers Heinrich Möller aus Sandstein geschaffenenen Denkmals repräsentierten vier Kriegerfiguren unterschiedliche Waffengattungen. Um die Säule waren 20 französische Kanonenrohre gruppiert, die in Orléans erobert worden waren; die Rohre waren zum Teil steil nach oben gerichtet, was dem Denkmal im Volksmund den Nicknamen „Zigarrenständer“ einbrachte. Die Spitze des Denkmals bildete ein auffliegender Bronzeadler, der in der Braunschweiger Gießerei von Georg Howaldt hergestellt wurde.

1943 wurde die Siegessäule bei Bombenangriffen beschädigt. Die Reste des Denkmals wurden 1947 beseitigt.[1]

Carl Oesterley junior: Palmaille. Im Hintergrund des Bildes ist die Siegessäule zu sehen

Die Siegessäule in der Kunst

Carl Oesterley junior malte um 1875 die Palmaille. Im Hintergrund des Bildes ist die Siegessäule zu sehen.[2]

Einzelnachweise

  1. http://80.237.193.200:8000/article.php?url=/ha/1982/xml/19820419xml/habxml820406_1968.xml&prx=1
  2. http://www.altonaer-stadtarchiv.de/pdf/MLA-12.pdf

53.5463055555569.9353888888889Koordinaten: 53° 32.783333333333′ 47″ N, 9° 56.116666666667′ 7″ O