Sieggrabner Kogel

Sieggrabener Kogel

BWf1

Höhe 650 m ü. A.
Lage Burgenland
Gebirge Rosaliengebirge
Geographische Lage 47° 39′ 39″ N, 16° 21′ 44″ O47.66083333333316.362222222222650Koordinaten: 47° 39′ 39″ N, 16° 21′ 44″ O
Sieggrabner Kogel (Burgenland)
Sieggrabner Kogel

Der Sieggrabner Kogel (ungarisch: Szikra-bérc) ist ein 650 m hoher Berg im Rosaliengebirge im Burgenland. In der Josephinischen Landesaufnahme wird der Berg auch "Sigraben Kugl" genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Der Berg liegt nordwestlich von Sieggraben, nur etwa 100 Meter östlich der Grenze zu Niederösterreich. Dort liegt die Schwarzenbacher Rotte Eggenbuch. Nachbarberg im Nordwesten ist der 622 m hohe Marriegel. Von dort aus umfließt der Auwiesenbach den Sieggrabner Kogel im Nordosten und Osten.

Geologie

Am Aufbau des Sieggrabner Kogels sind die Gesteine Amphibolit, Serpentinit und Pegmatit wesentlich beteiligt, auch Marmor und Kalksilikate sind hier zu finden.[1][2] Hier wurden im Gipfelbereich Apatit, Turmalin und Granat gefunden.[3] An den Süd- und Ostabhängen überwiegen Quarz und Hämatit. In einem inzwischen aufgelassenen Steinbruch nordöstlich des Gipfels im Auwiesenbachtal wurden Klinohumit, Periklas und Phlogopit abgebaut.[4] Tektonisch gehören diese Gesteine der Sieggrabener Deckscholle an, die der unterostalpinen Grobgneiseinheit aufliegt.[5]

Natur

Mehrere Fahr- und Wanderwege führen auf den Berg, keiner von ihnen jedoch ganz bis zum Gipfel. Am Gipfel des Sieggrabner Kogels befindet sich ein kleiner Wald. Dieser ist jedoch von Streuobstwiesen umgeben, die den Südosthang des Berges dominieren, der Norden und Westen sind stärker bewaldet. Vereinzelt sind hier auch Trockenrasen zu finden. Bedingt durch diese abwechslungsreiche Vegetation ist das Gebiet für seine vielfältige Vogelfauna bekannt und wurde daher als Natura 2000-Gebiet vorgeschlagen.[6]

Einzelnachweise

  1. http://www.geologie.ac.at/filestore/download/gok_ab_107.pdf
  2. http://www.uibk.ac.at/downloads/oegg/Band_25_264_267_ausfluege.pdf
  3. http://www.volksbildungswerk.at/dokumente/2-2009/209mineralien.pdf
  4. http://www.minmax.net/loc.php?id=11701&fgid=11701&SID=3u8ldr7lmkelmp3567sh5psn8dgmgkfm
  5. Axel Nowotny: Bericht 1999 über geologische Aufnahmen im Kristallin auf Blatt 107 Mattersburg.PDF-File
  6. http://www.sieggraben.at/index.php?article_id=5