Sigmund Helfried von Dietrichstein

Sigmund Helfried Graf von Dietrichstein (* 1635; † 2. April 1698), Freiherr auf Hollenburg und Finkenstein, war ein Adeliger und Landeshauptmann von Kärnten.

Leben und Wirken

Sigmund Helfried stammte aus der Weichselstätt-Rabensteinschen Linie der Dietrichsteiner, deren Mitglieder während der Gegenreformation als Katholiken im Lande blieben und meist in der Steiermark ansässig waren. Er wurde 1667 nach dem Tod von Johann Karl Fürst von Porcia im Alter von 32 Jahren von Leopold I. zum Landeshauptmann ernannt, entgegen dem Wunsch der Kärntner Landstände, die sich Franz Andrä von Orsini-Rosenberg als Landeshauptmann wünschten. [1]

Dietrichstein nahm daraufhin die in Familienbesitz stehende Hollenburg als Wohnsitz, von wo er die rund 400 km² umfassenden Güter verwaltete. Vom Herrscherhaus wurde er mit etlichen Würden ausgestattet: Geheimer Rat, Reichshofrat, Kämmerer und Ritter vom goldenen Vlies. Im Jahr 1686 legte er das Amt des Landeshauptmanns nieder und wurde in Wien Oberster Hofmeister bei der Kaiserwitwe Eleonora Gonzaga von Mantua. Diese verstarb allerdings schon 1686. [1]

Graf von Dietrichstein verstarb am 2. April 1698. [1]

Einzelnachweise

  1. a b c Anton Kreuzer: Kärntner Biographische Skizzen. 14. - 20. Jahrhundert. Kärntner Druck und Verlagsgesellschaft, Klagenfurt 1999, ISBN 3-85391-166-8, S. 59f.