Sigmund von Gemmingen

Sigmund von Gemmingen (* 26. März 1724 in Freiburg im Breisgau; † 17. Dezember 1806 in Raab, Ungarn) war österreichischer Feldzeugmeister und Ritter des Maria-Theresia-Ordens.

Leben

Er war der Sohn des Eberhard von Gemmingen-Hornberg zu Treschklingen (1688–1767) und der Anna Clara von Zyllnhart (1685–1768) und stand wie sein Vater in österreichischem Militärdienst, wo er u. a. am Siebenjährigen Krieg teilnahm und verschiedene hohe Auszeichnungen erhielt. Er war Feldzeugmeister und hatte ein Regiment zu Fuß.

Sigmund von Gemmingen besaß Burg Hornberg, Treschklingen, Adersbach, Hoffenheim, Schmidthausen und weitere Güter.

Er war in erster Ehe ab 1750 mit Eberhardine Johanna von Gemmingen-Gemmingen (1731–1755) verheiratet. Der Verbindung entstammten ein Sohn und zwei Töchter. 1763 ging er in Wien eine zweite Ehe mit der katholischen Gräfin Franziska Xaviera von Althann (1733–1811) ein und konvertierte im Folgejahr selbst zum katholischen Glauben. Der zweiten Ehe entstammten weitere Nachkommen, darunter der Sohn Sigmund Johann Nepomuk von Gemmingen (1777–1843).

Auf Sigmund von Gemmingen geht der Bau des Treschklinger Schlosses als Amtshaus im Jahr 1802 zurück. Er starb 1806 in Raab, wo er seine letzten Jahre verbracht hatte.

Literatur

  • Anne und Helmut Schüßler: Treschklingen – Vom ritterschaftlichen Kraichgaudorf zum Stadtteil von Bad Rappenau. Stadt Bad Rappenau, Bad Rappenau 2004, ISBN 3-936866-02-3
  • Walter von Hueck: Stammfolge des Geschlechts der Freiherren von Gemmingen, Limburg an der Lahn 1966