Sigrid Jalkotzy-Deger

Sigrid Jalkotzy-Deger, auch Sigrid Deger-Jalkotzy (* 3. Februar 1940 in Linz) ist eine österreichische Archäologin und Althistorikerin. Sie ist Klassenpräsidentin der philosophisch-historischen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW).[1]

Inhaltsverzeichnis

Leben

Sigrid Jalkotzy-Deger studierte Alte Geschichte und Klassische Philologie sowie Klassische Archäologie an der Universität Wien, wo sie 1968 promoviert wurde. Sie absolvierte auch ein Studium an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Anschließend erfolgte noch ein postgraduales Studium an der Cambridge University, Cambridge, Vereinigtes Königreich. Sigrid Jalkotzy-Deger war von 1975 bis 1986 Mitarbeiterin an den Ausgrabungen des Österreichischen Archäologischen Instituts in Aigeira am Peloponnes. 1976 wurde sie Mitglied der Mykenischen Kommission der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und schließlich 1978 Universitätsassistentin am Institut für Alte Geschichte und Klassische Archäologie der Universität Wien. Sie habilitierte sich bereits im folgenden Jahr an der Universität Wien im Fach „Alte Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Mykenologie und der Geschichte der frühen Kulturen des östlichen Mittelmeerraumes“. 1986 wurde sie als Professorin auf den Lehrstuhl für Alte Geschichte und Altertumskunde an der Universität Salzburg berufen. Sie wirkte als Gastprofessorin an den Universitäten von Saarbrücken, Heidelberg, Köln und Rostock. Nachdem sie von 1995 bis 1999 auch Prodekanin der Geisteswissenschaftlichen Fakultät ihrer Universität war, wurde sie 2008 emeritiert.

2009 wurde sie zur Vizepräsidentin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gewählt.[2] Seit 2011 nimmt sie die Funktion der Klassenpräsidentin der philosophisch-historischen Klasse der ÖAW wahr.[1]

Forschungsgebiete

Jalkotzy-Degers spezielles Forschungsgebiet ist die mykenische Epoche.

Ehrungen und Auszeichnungen

1987 wurde Jalkotzy-Deger zum korrespondierenden und 1995 zum wirklichen Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Sie ist korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften von Athen und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Für ihre fachlichen Leistungen wurde Sigrid Jalkotzy-Deger ferner mit Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Kardinal-Innitzer-Preis für Geisteswissenschaften (2003).

Schriften (Auswahl)

  • mit P. Dakoronia und A. Sakellariou: Corpus der minoischen und mykenischen Siegel. Band V Suppl. 2: Die Siegel aus der Nekropole von Elatia-Alonaki. Mann, Berlin 1996
  • Introduction: Mycenaeans and Philistines in the Levant. In: The Synchronisation of Civilisations in the Eastern Mediterranean in the Second Millennium B.C. III. Proceedings of the SCIEM 2000- EuroConference 2002. Vienna 2008.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Presseaussendung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 18. April 2011
  2. Presseaussendung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, 24. April 2009