Simonyhütte

Simonyhütte
OeAV-Hütte Kategorie I
Simonyhütte
Lage am Fuß des Hohen Dachsteins; Talort: Hallstatt
Gebirgsgruppe Dachsteingebirge
Geographische Lage 47° 30′ 2″ N, 13° 37′ 25″ O47.50055555555613.6236111111112205Koordinaten: 47° 30′ 2″ N, 13° 37′ 25″ O
Höhenlage 2205 m ü. A.
Simonyhütte (Oberösterreich)
Simonyhütte
Besitzer Sektion Austria des ÖAV
Hüttentyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Ganzjährig
Beherbergung 40 Betten, 90 Lager, 5 Notlager
Weblink Website der Hütte
Hüttenverzeichnis OeAV DAV

Die Simonyhütte ist eine Alpenvereinshütte des OeAV in 2.205 Meter Höhe, knapp unterhalb des Hallstätter Gletschers am Fuß des Hohen Dachsteins. Somit befindet sich das Schutzhaus im nördlichen Teil des Dachsteingebirges hoch über Hallstatt in Oberösterreich.

Zeichnung der ersten Hütte (Friedrich Simony 1877)

Es ist nicht nur ein bedeutender Stützpunkt für Bergsteiger, die von hier aus größere Touren über das Dachsteingebirge unternehmen können, sondern auch eine Bergsteigerschule, wo Ausbildungskurse (beispielsweise Gletscher- oder Kletterkurse) angeboten werden. Die Simonyhütte ist ganzjährig geöffnet und bietet im Winter zahlreiche Möglichkeiten für Skitouren und Schneeschuhwanderungen. Sie ist nach Friedrich Simony benannt. Ein Wassertank unter der Aussichtterrasse ermöglicht die ganzjährige Wasserversorgung der Hütte. Direkt bei der Hütte liegt mit der Dachsteinkapelle die höchstgelegene Kirche der Nordalpen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Jahr 1843 wurde im Wildkar, unterhalb der heutigen Hütte, erstmals eine Rast- und Notunterkunft eingerichtet, das sogenannte „Hotel Simony“. Mit dem Bau am heutigen Platz, den Simony selbst ausgewählt hatte, begann man 1876, am 18. August 1877 folgte die feierliche Eröffnung. Aufgrund des steigenden Zuspruchs wurden rasch immer neue Umbauten und Erweiterungen nötig, erstmals von 1891 bis 1893. Danach von 1922 bis 1933, eine Generalinstandsetzung folgte 1953 und schließlich ein neuerlicher Zu- und Umbau von 1961 bis 1963.

„Hotel Simony“ heute

Seit 1977, dem Hundertjährigen Bestehen, existiert neben der Hütte ein überdachter Klettergarten und ein alpines Ausbildungszentrum. Mit dem Bau einer biologischen Kläranlage wurde 1989 begonnen, 1998 der alte Unterstand „Hotel Simony“ generalsaniert und im Jahr darauf die Simonyhütte (Neueröffnung 4. Juli. 1999).[1]

Zugänge

  • Von der Gjaidalm (1.750 m, Dachsteinseilbahn von Obertraun) über den Hüttenweg, mittel, Gehzeit: 2½ Stunden
  • Vom Hunerkogel (2.690 m, Dachstein-Südwandbahn von Ramsau über den Hallstätter Gletscher, nur für Geübte mit Gletscherausrüstung, Gehzeit: 1½ Stunden
  • Von Hallstatt (515 m) über das Wiesberghaus, konditionell anspruchsvoll, Gehzeit: 6 Stunden
  • Von Obertraun (540 m, Talstation Dachsteinseilbahn) über die Gjaidalm, konditionell anspruchsvoll, Gehzeit: 6 Stunden

Übergänge

Da die Simonyhütte bereits im Nahbereich des Hallstätter Gletschers liegt, sind bei den meisten Übergängen bereits Kenntnisse einer Gletscherbegehung mit entsprechender Ausrüstung notwendig. Ausgenommen sind die Wege zum Wiesberghaus und zur Gjaidalm.

  • Wiesberghaus (1.887 m) über Hochplateau, mittel, Gehzeit: 1 Stunde
  • Adamekhütte (2.196 m)
    • über Hohen Trog und Hoßwandscharte, mittel, Gehzeit: 4½ Stunden
    • über Hallstätter Gletscher, Steinerscharte und Gosaugletscher, Gehzeit: 3½ Stunden
  • Seethalerhütte (2.740 m) über den Hallstätter Gletscher, Gehzeit: 2½ Stunden
  • Dachsteinsüdwandhütte (1.910 m) über Hallstätter Gletscher und Hunerscharte, Gehzeit: 4½ Stunden
  • Austriahütte (1.638 m) über Hallstätter Gletscher, Austriascharte und Edelgrieß, Gehzeit: 5 Stunden
  • Guttenberghaus (2.146 m) über Hallstätter Gletscher, Gjaidsteinsattel und Gruberscharte, Gehzeit: 6 Stunden
  • Schilcherhaus (1.740 m) auf der Gjaidalm, über das Hochplateau, mittel, Gehzeit: 2 Stunden

Gipfelbesteigungen

Blick auf die Simonyhütte
  • Hoher Dachstein (2.995 m) über Seethalerhütte, nur für Geübte, Stellen I-II nach UIAA, teilweise gesichert, Gehzeit: 3½ Stunden
  • Hoher Gjaidstein (2.794 m) über Eisseen, Gjaidkar und Notbiwak, nur für Geübte, teilweise weglos, Gehzeit: 2½ Stunden
  • Hoher Ochsenkogel (2.520 m) über den Hohen Trog, mittel, teilweise weglos, aber markiert, Gehzeit: 2 Stunden
  • Schöberl (2.422 m) über den mittelschweren Klettersteig, nur mit Ausrüstung, Gehzeit: 45 Minuten
  • Taubenkogel (2.301 m), Gehzeit: ca. 2 Stunden
  • weitere Gipfel sind nur mit alpiner Erfahrung und Ortskenntnis ersteigbar, da größtenteils weglos: Hohes Kreuz (2.837 m), Niederer Dachstein (2.934 m), Eisstein (2.654 m)

Weblinks

 Commons: Simonyhütte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 125 Jahre Simonyhütte (internet archive) aufgerufen am 30. April 2012