Sirikit

Hochzeitsfoto von Sirikit und Bhumibol Adulyadej, 1950
Sirikit mit Wilhelmine und Heinrich Lübke, Petersberg 1960
Sirikit mit Wladimir Putin, Moskau 2007

Königin Sirikit von Thailand (* 12. August 1932 in Bangkok, voller Titel: Somdet Phra Nangchao Sirikit Phra Boromarachininat „Ihre Majestät Königin Sirikit“, Thai สมเด็จพระนางเจ้าสิริกิติ์ พระบรมราชินีนาถ, Aussprache: [sǒmdèt pʰráʔ naːŋʨâːw sìríkìt pʰráʔ bɔ̀rómárâːtʨʰíniːnâːt], anhören?/i) ist die derzeitige Königin von Thailand.

Leben und Wirken

Königin Sirikit, geboren mit dem königlichen Titel Mom Rajawongse Sirikit Kitiyakara, ist die Tochter von Prinz Chandaburi und Luang Bua Kittiyakara. Sie besuchte den Kindergarten an der Rachini-Schule, bevor sie in der Konventschule St. Francis Xavier im Bezirk Samsen (Bangkok) Unterricht erhielt. Als ihr Vater Botschafter in Frankreich, später in Dänemark und schließlich in England wurde, setzte Sirikit ihre Ausbildung in diesen Ländern fort. Zum Schluss besuchte sie ein Internat in Genf.

In Lausanne lernte Sirikit 1949 Bhumibol Adulyadej, den späteren König Rama IX., kennen, der dort nach einem schweren Autounfall im Krankenhaus behandelt wurde und den sie oft besuchte. Es entwickelte sich eine Beziehung, die zur Heirat am 28. April 1950 im Sra-Pathum-Palast in Bangkok führte. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Prinzessin Ubol Ratana, Kronprinz Maha Vajiralongkorn, Prinzessin Maha Chakri Sirindhorn und Prinzessin Chulabhorn Walailak.

Königin Sirikit wird in Thailand ebenso sehr verehrt wie König Bhumibol.

Als Bhumibol Adulyadej 1956 für 15 Tage in ein buddhistisches Kloster ging, wie es für jeden männlichen Familienangehörigen in Thailand üblich ist, führte Königin Sirikit die Geschäfte des Königshauses.

Seit dem 12. August 1956 ist die Königin Präsidentin des Roten Kreuzes in Thailand. In dieser Position sorgte sie für die Errichtung mehrerer Flüchtlingslager an der Grenze zu Kambodscha, als 1979 etwa 40.000 Khmer vor der Schreckensherrschaft von Pol Pot die Flucht nach Thailand ergriffen.

Ihr unermüdlicher Einsatz für Toleranz gegenüber der muslimischen Minderheit im Süden Thailands (Provinzen Pattani, Yala und Narathiwat) hat sie bei der dortigen Bevölkerung außerordentlich beliebt gemacht.

Nach der Königin sind zahlreiche Einrichtungen in Thailand benannt:

  • das Königin-Sirikit-Kongresszentrum in Bangkok
  • der Queen Sirikit Park in Bangkok
  • der Sirikit-Staudamm im Norden des Landes
  • der Queen Sirikit Botanic Garden in Chiang Mai
  • der Queen Sirikit Arboretum Garden in Pathum Thani
  • der Queen Sirikit Cup, ein jährlich ausgetragenes Golfereignis, an dem Teams aus dem asiatisch-pazifischen Raum teilnehmen
  • die Königin-Sirikit-Krabbe (Thaiphusa sirikit)
  • die Königin-Sirikit-Rose
  • der Queen’s Cup, eine Fußballveranstaltung

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Sirikit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien