Solidaritätspreis der Linzer Kirchenzeitung

Der Solidaritätspreis der Linzer Kirchenzeitung ist ein Anerkennungspreis der Kirchenzeitung der Diözese Linz.

Die Kirchenzeitung ehrt damit seit 1994 Personen und Gruppen, die sich durch besonders richtungsweisendes und solidarisches Handeln in den Bereichen Frieden, Gerechtigkeit, Bewahrung der Schöpfung (den drei Themen des konziliaren Prozesses) und Soziales auszeichnen.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Solidaritätspreis hat drei Kategorien:

  • Einzelpersonen
  • Gruppen
  • Jugendprojekte

Das Preisgeld beträgt insgesamt 18.000 Euro und wird mit 10.000 Euro vom Sozialressort des Landes Oberösterreich (Landeshauptmannstellvertreter Josef Ackerl) und mit 8.000 Euro von der Diözese Linz aufgebracht und zu gleichen Teilen auf die insgesamt maximal neun Preisträger aufgeteilt.

Seit 1994 wurden etwa 160 Solidaritäts-Preisträger ernannt.[1] Die Ausschreibung erfolgt regelmäßig am 26. Oktober, dem österreichischen Nationalfeiertag die Verleihung findet im Folgejahr am 15. Mai (oder in zeitlicher Nähe dazu) im Linzer Landhaus durch Linzer Bischof, dem oberösterreichischen Landeshauptmann und dem oberösterreichischen Soziallandesrat statt.

Die zeitliche Klammer ist für den Solidaritätspreis sehr wichtig. Am 15. Mai ist ein dreifacher Gedenktag: österreichischer Staatsvertrag (1955), Veröffentlichung der ersten päpstlichen Sozialenzyklika (1891) und Veröffentlichung des österreichischen Sozialhirtenbriefs (1990). Zusammen mit dem Staatsfeiertag sind diese drei Gedenktage – so die Veranstalter des Solidaritätspreises – besondere Tage, um Solidarität zum Thema zu machen.

Preisträger

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  • 1998[2]>
    • Kinder/Jugendliche
      • Die 7. Klasse des Schuljahres 97/98 vom Bischöflichen Gymnasium Petrinum, Linz, die in Französisch und Psychologie ein Projekt durchführte, das sich psychisch erkrankten bzw. behinderten Menschen zuwandte.
      • Die young amnesty Gruppe im Gymnasium Dachsberg für regelmäßige Initiativen zugunsten verfolgter Menschen. – Die Volksschule Nußbach mit der Aktion „Kinder aus Nußbach für Kinder in Brasilien“, die die Nußbacherin Helga Spernbauer, die ein Jahr in Brasilien mit Kindern arbeitete, unterstützte.
    • Gruppen
      • Die Straßenzeitung „Kupfermuckn“ der ARGE für Obdachlose, Linz, die Obdachlose in die redaktionelle und verlegerische Arbeit einbindet und ihnen Mitverantwortung überträgt.[3]
      • CONA, Gerechter Nord-Süd-Handel, Ried im Traunkreis, für den Aufbau gerechter und umweltbewusster Nord-Süd-Handelsbeziehungen[4]
      • Die Selbstbesteuerungsgruppe Rohrbach „Eine Welt für alle“, die schon seit 25 Jahren aktiv ist und viele Projekte in armen Ländern der sogenannten „Dritten Welt“ (mit)finanziert hat.
    • Einzelpersonen
      • Maria Szentpetery, Linz, für ihren 20-jährigen großen Einsatz für fairen Handel und für ihre Eine-Welt-Bildungsinitiativen
      • Edith Lanzl und Anna Karner, Wels/Thalheim, für die schon 15-jährige Leitung der sehr aktiven Soforthilfegruppe der Pfarre
      • Franz Deutsch, Erstes Österreichisches Friedensmuseum,[5] Wolfsegg, für seine Verdienste um die Friedenserziehung und Vernetzung von Friedensinitiativen.
  • 1999
  • 2000
    • Einzelpersonen
      • Dr. Johannes Fellinger, Linz, für seine Initiativen und Hilfestellungen für gehörlose Menschen
      • Maria Hauser, Autorin, Bad Leonfelden, für ihr weit über das Schriftstellerische hinausgehende Engagement für Aidskranke, Homosexuelle und einfache Menschen
      • Josef Pühringer, Plattform gegen Atomgefahr, St.Peter a.W., für seinen Einsatz um eine Umkehr der Energiepolitik, vor allem auch für seine Anti-Atomkraftwerk-Temelin-Arbeit
      • Felicitas Zehetner, Bad Ischl, für ihren Einsatz zu Gunsten von Alzheimer-Patienten
    • Gruppen
      • Welser Initiative gegen Faschismus, Wels, für den Einsatz um demokratische Grundprinzipien und für die Bewusstseinsarbeit gegen Faschismus
      • Netzwerk Spinnen, Linz, für die Initiative, sich als Psyhiatrieerkrankte zusammenzuschließen, um gemeinsame Interessen besser wahrnehmen zu können
      • Fachausschuss Flüchtlingsbetreuung der Pfarren Steinerkirchen und Fischlham, für den Einsatz um Flüchtlinge in Südosteuropa, besonders in den Nachfolgestaaten Jugoslawiens
      • Projekt Straßenkinder von Jacobina, ausgehend vom Stiftsgymnasium Wilhering, in dem die Arbeit von Pater José Hehenberger in Brasilien unterstützt wird. Über 20 Gruppen werden dort unterstützt.[6]
    • Kinder- und Jugendpreis
      • Kinder- und Jugendchor "Creaktiv international" (vgl. Weblinks) aus Sankt Marienkirchen bei Schärding. Der Chor wird für seine Roma- und Rumänienaktivitäten ausgezeichnet, wie auch für den Einsatz und das Engagement zu Gunsten von Kindern in Not. Für die Betreuung von Kriegskindern aus Afghanistan, im Krankenhaus Schärding, sowie für die Hilfe im rumänischen Kinderheim Girdani. jud Maramures, Romania und für Romakinder in Salsig.
  • 2003[1]
    • Einzelpersonen
      • Prof. Josef Schmied, Ebensee, wird für sein Engagement in der Seniorenarbeit und für die Unterstützung vieler Ratsuchender ausgezeichnet
      • Mag. Ruzica Milicevic, Bad Ischl, für den Einsatz in der Flüchtlingshilfe „Frauen einer Welt“
      • Hermann Hochreiter, Gunskirchen, Maria Ritter und Franz Mayringer, Ried/I., für die Rumänienhilfe
      • Stellvertretend für die vielen pfarrlichen Helfer der Hochwasserkatastrophe werden ausgezeichnet: Elisabeth Fuchshuber, Ansfelden, Marianne Kaindl, Baumgartenberg, KonsR Dr. Alexander Kronsteiner, Steyr, und SR Franz Luftensteiner, Schwertberg.
    • Gruppen
      • Der Bundesverband Kleinwüchsige Menschen und ihre Familien in Österreich (BKMF) mit Sitz in St. Marien, für die Unterstützung kleinwüchsiger Menschen.
      • Der Solararbeitskreis der Pfarre Guter Hirte in Linz für die ökologische und friedenspolitisch vernetzte Arbeit in einer Pfarre
      • Die Gruppe „Schräge Vögel“ in Linz. Psychisch beeinträchtige Menschen spielen Theater (Projektleitung: Gabriele Deutsch[7])
    • Junge Projekte
      • Die Gruppe ESPERANZA vom Stiftsgymnasium Kremsmünster und die Hauptschule Gaspoltshofen für die Unterstützung von Projekten Bischof Richard Weberbergers in Brasilien
      • Efgani Dönmez von der Clearingstelle der Volkshilfe OÖ in Linz für die Hilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
  • 2005[1]
    • Kategorie Einzelpersonen
      • Engagement für Menschen des „vergessenen Kontinents“ Afrika: Dr. Regina Watschinger, Linz, gemeinsam mit Dr. Raimund Hörburger, Gallneukirchen.
      • Für ein Lebenswerk nachgehender und ausdauernder Solidarität mit Menschen in der unmittelbaren Umgebung bzw. Menschen auch in fernen Regionen: Reg. Rat Josef Mayr, Linz, gemeinsam mit Anneliese Ratzenböck, Linz.
      • Einsatz für Menschen in Bulgarien, Albanien und Ostungarn sowie Aufbau und Betreuung eines großen inländischen Netzwerkes der Hilfe im Rahmen des Vereins ORA: Dkfm. Hans Peter und Adelinde Hofinger, Andorf.
    • Kategorie Gruppen
      • Verein Arbeiten und Lernen Oberes Mühlviertel ALOM, Aigen.
      • Einsatz für Asylwerber im Ort (Ottensheim) und Vernetzung in diesem Engagement über die Ortsgrenzen hinaus (Walding, Rottenegg): Initiative ÜBER-BRÜCKEN, Gramastetten (Kontaktperson: August Schwantner).
      • Seit zehn Jahren für Flüchtlingsfrauen engagiert im Sinne von Integration statt Ausgrenzung (Beratung, Traumatherapie, Deutschkurse, Hilfe im Alltag): „Projekt „Frauen einer Welt“ der Volkshilfe, Linz (Kontaktperson: Gülcan Gigl).
      • Ehrenamtliche teilen ihre Zeit mit Menschen mit Beeinträchtigung bei assista. Sie gehen ein bis drei Mal in der Woche einkaufen, spazieren und lesen vor, helfen beim Umräumen, ermöglichen Außenkontakte und die Teilnahme an Theateraufführungen, Konzerten und anderen Veranstaltungen. Ehrenamtliche des Projekts „Meine Zeit ist Deine Zeit“, assista - Das Dorf, Altenhof am Hausruck (Kontaktperson: Fred Famler).
    • Kategorie Junge Projekte
      • Einsatz für Straßenkinder in Lateinamerika: Verein VIDA, Maria Essl, Marchtrenk, gemeinsam mit Martin Berndorfer, La Paz, Bolivien
      • Jahrelanges Engagement mit Sozialaktionen, u. a. für das Haus Courage, für „Land der Menschen“, für Flüchtlingskinder und Asylwerber: BRG Wallererstraße Wels
  • 2006[1]
    • Kategorie Einzelpersonen
      • Maria Steinbacher
      • Werner Humpl
      • Mag. Andreas Reichl
      • Anna-Maria Marschner
    • Kategorie Gruppen
      • Haus Lea
      • Mauthausen-Komitee Steyr
      • Freundschaftscomité Argentina-Austria
      • AHA - Arbeitslose helfen Arbeitslosen
    • Kategorie Junge Projekte
      • Pfadfindergruppe Rohrbach/Berg
  • 2010[1]
    • Kategorie Jugendprojekte
      • Projekt "Mein Spot", KJ OÖ, Forum Arbeit/KAJ, Linz
      • Bündnis Lichter gegen Rechts, Linz
      • KJ Arbing
    • Kategorie Einzelpersonen
      • Valerie Buchinger, Berg bei Rohrbach
      • Dipl.-Ing. Ernst Huber, Bachmanning
      • Josef Kastner, Linz
    • Kategorie Gruppen
      • Radio FRO, Linz
      • Mitarbeiter/innen der Pecho Druck GmbH, Linz
      • Donnerstagssänger aus Gmunden
  • 2011[8]
    • Kategorie Jugendprojekte
      • 72 Stunden ohne Kompromiss
      • Benefizprojekt „Bock Ma´s“ des Sozhialforums Freiwerk, Timelkam
      • Klasse 3 D des Bundesgymnasiums Vöcklabruck
    • Kategorie Einzelpersonen
      • Prof. Peter Hans Dimmel, Linz
      • Keimlingsbäcker Karl Mayer, Schardenberg
      • Sybille Spiegel, St. Martin im Mühlkreis
    • Kategorie Gruppen
      • Team Rufbereitschaft der Pfarre Haag am Hausruck
      • AK Flüchtlingshilfe „für mich und du“, St. Georgen an der Gusen
      • Verein Daraja - Die Brücke, Linz

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b c d e Der Solidaritätspreis der KirchenZeitung. Diözese Linz, abgerufen am 29. Oktober 2010.
  2. Solidaritätspreis der Linzer Kirchenzeitung 1998
  3. OÖ. Planet - Die Zeitung der Straße
  4. Dritte Welt: Helfen mit fairem Handel
  5. OÖ. Museumsverbund - Erstes Österreichisches Friedensmuseum
  6. Projekt Bauernhof
  7. Gabriele Deutsch - Dyll Uhlenspiegel
  8. Preisträger 2011 auf der Webseite der Diözese Linz