Sonja Wehsely

Sonja Wehsely (2009)

Sonja Wehsely (* 19. März 1970 in Wien-Leopoldstadt) ist amtsführende Wiener Stadträtin für Gesundheit und Soziales. Sie gehört der SPÖ an.

Nach Abschluss des Gymnasiums 1988 studierte sie Rechtswissenschaften an der Universität Wien und schloss dieses Studium 1995 mit dem Magisterium ab. Sie hat einen Sohn mit dem Wiener SPÖ-Politiker Andreas Schieder.

Sonja Wehsely war seit ihrer Jugend politisch tätig. 1992–1993 war sie Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien. Im Alter von 26 Jahren wurde sie 1996 Abgeordnete zum Wiener Landtag und Gemeinderat.

Am 1. Juli 2004 wurde sie von Bürgermeister Michael Häupl in die Funktion der Stadträtin für Integration, Frauenfragen, KonsumentInnenschutz und Personal berufen. Sie war damit das jüngste Regierungsmitglied in Wien. Nach der Umbildung des Wiener Stadtsenats (= Wiener Landesregierung) am 25. Jänner 2007 übernahm Sonja Wehsely die Agenden für Gesundheit und Soziales von Stadträtin und Vizebürgermeisterin Renate Brauner.

Aufsehen erregte Wehsely als Frauenstadträtin mit ihrer Kampagne zur geschlechterneutralen Änderung von Verkehrsschildern. So wurden auf Fluchtwegschildern und Wegweisern für Fußgänger Frauen statt Männer bzw. geschlechtsneutrale Figuren gezeigt sowie auf Hinweisschildern in öffentlichen Verkehrsmitteln Pensionistinnen und Männer mit Kindern abgebildet. (Änderungen auf Verkehrszeichen hätten vom Nationalrat beschlossen werden müssen.) Diese Aktion wurde von einigen kritisch gesehen: als überflüssig und mit unnötigen Kosten verbunden. Manche meinten wiederum, die Darstellung von Frauen mit Stiefeln und Rock auf dem Fluchtwegschild sei sexistisch.

Als Gesundheits- und Sozialstadträtin hat Wehsely mit einem infolge des steigenden Durchschnittsalters der Wiener Bevölkerung und der mangelnden Anpassung bzw. Integration von Menschen nichtdeutscher Muttersprache ständig wachsenden Problemfeld und steigenden Kosten zu rechnen. Von ihr "geerbte", noch nicht gelöste Strukturprobleme der Vergangenheit, z.B. bei der klinischen Psychiatrie, werden von Opposition und Medien kritisch beurteilt. Eine Geriatriereform wird derzeit realisiert.

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