Sonntagberg

Sonntagberg
Wappen von Sonntagberg
Sonntagberg (Österreich)
Sonntagberg
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Amstetten
Kfz-Kennzeichen: AM
Hauptort: Rosenau am Sonntagberg
Fläche: 18,3 km²
Koordinaten: 48° 0′ N, 14° 46′ O47.99611111111114.762222222222712Koordinaten: 47° 59′ 46″ N, 14° 45′ 44″ O
Höhe: 712 m ü. A.
Einwohner: 3.850 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 210,38 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 3331, 3332, 3333, 3340
Vorwahl: 07448
Gemeindekennziffer: 3 05 33
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Waidhofnerstraße 20
3332 Rosenau am Sonntagberg
Website: www.sonntagberg.gv.at
Politik
Bürgermeister: Thomas Raidl (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(25 Mitglieder)
12 SPÖ, 11 ÖVP, 2 HUBER
Lage der Marktgemeinde Sonntagberg im Bezirk Amstetten
Amstetten Ardagger Aschbach-Markt Behamberg Biberbach Ennsdorf Ernsthofen Ertl Euratsfeld Ferschnitz Haag Haidershofen Hollenstein an der Ybbs Kematen an der Ybbs Neuhofen an der Ybbs Neustadtl an der Donau Oed-Oehling Opponitz Seitenstetten Sonntagberg St. Georgen am Reith St. Georgen am Ybbsfelde St. Pantaleon-Erla St. Peter in der Au St. Valentin Strengberg Viehdorf Wallsee-Sindelburg Weistrach Winklarn Wolfsbach Ybbsitz Zeillern Allhartsberg NiederösterreichLage der Gemeinde Sonntagberg im Bezirk Amstetten (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Sonntagberg ist eine Marktgemeinde mit 3850 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Bezirk Amstetten in Niederösterreich und ein bedeutender katholischer Wallfahrtsort. Der Hauptort der Gemeinde ist jedoch nicht der Ort Sonntagberg sondern Rosenau am Sonntagberg.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Sonntagberg liegt im Mostviertel in Niederösterreich. 29,11 Prozent der Fläche der Marktgemeinde sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Geschichte

Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Noricum. Im österreichischen Kernland Niederösterreich liegend teilte der Ort die wechselvolle Geschichte Österreichs. Für kurze Zeit (1923-24) beheimatete Sonntagberg die zwei Jahre vorher in Dresden-Hellerau von Alexander Neill gegründete Summerhill-Schule.

Politik

Gemeinderatswahlen
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70
60
50
40
30
20
10
0
49,72 %
(-11,77 %p)
42,32 %
(+6,74 %p)
7,96 %
(+5,03 %p)
HUBER Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Kürzel
2005

2010


Der Gemeinderat hat 25 Sitze, Bürgermeister der Marktgemeinde ist Thomas Raidl.

Bei der Gemeinderatswahl 2005 erreichte die SPÖ 16 und die ÖVP 9 Mandate. Bei der Gemeinderatswahl 2010 verlor die SPÖ vier Sitze, die ÖVP konnte zwei Sitze gewinnen. Neu in den Gemeinderat eingezogen ist die Liste Soziales Bürgerforum Sonntagberg Fritz Huber (HUBER) mit zwei Sitzen.[1]

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 4.278 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 4.288 Einwohner, 1981 4.419 und im Jahr 1971 4.696 Einwohner.

Wirtschaft und Infrastruktur

Im Jahr 2001 gab es 115 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten und 84 land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999. Nach der Volkszählung 2001 betrug die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort 1749. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 41,65 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2003 gab es 28 Arbeitslose im Ort.

Sport

Besonders erwähnenswert ist, dass diese kleine Marktgemeinde gleich 2 Vereine hat, die aktiv Fußball spielen. Auf der einen Seite der KSV Böhlerwerk, ehemaliger Traditionsverein und auf der anderen Seite ATUS Rosenau, noch nie über die Schutzliga hinausgekommen.

Derzeit spielen beide Vereine in der 2. Klasse Ybbstal (= letzte Spielklasse in Niederösterreich). Saisonhöhepunkt sind die beiden Ortsderbys.

Sehenswürdigkeiten

Barocke Wallfahrtskirche

Von besonderer Bedeutung für die Umgebung ist die auf dem 704 Meter hohen Sonntagberg gelegene weithin sichtbare barocke Wallfahrtskirche. Abt Benedikt I von Seitenstetten ließ im Jahre 1440 neben dem sogenannten Zeichenstein, den die christliche Legende mit wundertätigen Kräften in Verbindung bringt, eine Kapelle, die dem Erlöser (Salvator) geweiht war, im gotischen Stile erbauen. Einige Jahre später − um 1448 − erfolgte der Anbau einer Dreifaltigkeitskapelle. 1490 entstand hier eine spätgotische Kirche. In den Jahren 1706–1732 wurde von Jakob Prandtauer und Joseph Munggenast das heutige Gotteshaus erbaut. Hochaltar (1755) und Kanzel (1757) stammen von Melchior Hefele, die Altarplastiken (1752–56) von Jakob Schletterer und die Deckenfresken von Daniel Gran (1738–43). Die 1774–76 von Franz Xaver Christoph († 1793) gebaute Orgel ist eine der bedeutendsten spätbarocken Orgeln Österreichs. Die Kirche ist der heiligsten Dreifaltigkeit geweiht, ebenso die an die Errettung vor den Türken erinnernde Türkenbrunnenkapelle.

Das hier verehrte Gnadenbild aus dem Jahr 1614, der sogenannte Sonntagberger Gnadenstuhl, geht auf mittelalterliche Vorbilder zurück. Eine sehr bekannte Darstellung dieser Art stammt von Albrecht Dürer. Ab dem 17. Jahrhundert war der Sonntagberg eine der bedeutendsten Wallfahrtsstätten Österreichs, was dazu führte, dass die Darstellung des Gnadenstuhles weit verbreitet wurde und vor allem in Niederösterreich zu den häufigsten und bekanntesten Dreifaltigkeitsdarstellungen gehört. Eine Spezialität dieser Wallfahrt sind die Sonntagberger Fraisensteine (ovale Tafeln aus gebranntem Ton, versehen mit einer reliefartigen Darstellung des Gnadenstuhles), die vor allem im 18. und 19. Jahrhundert ausgegeben wurden und als heilkräftig galten.

Im Jahre 1964 wurde der Kirche von Papst Paul VI. der Titel einer päpstlichen Basilica minor verliehen.

Persönlichkeiten

  • Leopold Weber (1899–1951), Schlosser und Bürgermeister von 1945 bis 1951.

Literatur

  • Franz Überlacker, Sonntagberg. Vom Zeichenstein zur Basilika. Sonntagberg 1968
  • Erwin Wimmer, 1000 Jahre Gleiß. Gleiß 1973
  • Anton Pontesegger, Chronik der Marktgemeinde Sonntagberg. Sonntagberg 1988.
  • Erwin Wimmer, Andachtsbilder vom Sonntagberg 1700 - 2000. Sonntagberg 2003.
  • Hermann Maurer, "Sonntagbergsteine" aus dem Waldviertel - Ein Beitrag zu den Schab- und Fraisensteinen vom Sonntagberg. Unsere Heimat 78, 2007, S.43ff.

Weblinks

 Commons: Sonntagberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Endergebnis der Gemeinderatswahl 2010