Spaun

Spaun ist der Name einer ursprünglich schwäbischen Familie, deren Stammreihe mit dem Bauern und Garnsieder Bartholomäus Spaun, urkundlich erwähnt 1583–1599, in Deisenhausen (Landkreis Günzburg) beginnt und die später in Linz (Österreich) zu Wohlstand kam.

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Adelserhebungen

In den Reichsritterstand mit Namensführung „Edler von Spaun“ wurde am 13. März 1721 in Wien der niederösterreichische Landessyndikus Dr. jur. utr. Franz Anton Spaun erhoben. Dessen Sohn, der k.k. Hofrat Simon Thaddäus Ritter von Spaun, wurde am 23. April 1776 in den oberösterreichischen alten Ritterstand erhoben.

Das böhmische Inkolat erhielt am 15. Mai 1844 in Wien der Domherr Heinrich Ritter von Spaun in Olmütz (Mähren).

Joseph Ritter von Spaun, k.k. Hofrat und Lottogefällendirektor, wurde am 25. August 1859 mit Diplom vom 2. November 1859 in den österreichischen Freiherrnstand erhoben. Dessen Sohn, der k.u.k. Admiral Hermann Freiherr von Spaun, übertrug am 15. November 1902 in Schönbrunn mit Diplom vom 6. Dezember 1902 in Wien seine Zugehörigkeit zum österreichischen Freiherrnstand auf den Großindustriellen Max Ritter von Spaun.

Namensträger

  • Anton von Spaun (1790–1849), österreichischer Literaturhistoriker und Volkskundler
  • Franz von Spaun (1753-1826), Schriftsteller, Publizist und Mathematiker, 1788 wegen einer staatsgefährdenden Schrift zehn Jahre lang in Einzelhaft gehalten.
  • Fridolin von Spaun (1901–2004), Teilnehmer am Sturm auf den Annaberg 1921 im Deutschen Freikorps, Familienforscher, Mitglied des Freikorps Oberland[1]
  • Hermann von Spaun (1833–1919), österreichischer Admiral und Flottenkommandant
  • Joseph von Spaun (1788–1865), österreichischer Lottogefällendirektor, Ehrenbürger von Wien und Teschen, Förderer Franz Schuberts
  • Maximilian von Spaun (1827–1897), österreichischer Notar und liberaler Politiker
  • Paul von Spaun (1876-1932), österreichischer Maler und Jünger von Karl-Wilhelm Diefenbach

Literatur

Einzelnachweise

  1. Als solches zeichnet er 1981 die Todesanzeige für Eleonore Baur; vgl. die Reproduktion bei http://www.sueddeutsche.de/politik/578/313485/text/18/ (17. Mai 2010)