Stölzle-Oberglas

Stölzle-Oberglas
Rechtsform GmbH
Gründung 1805 Glashütte Oberdorf, 1835 Carl Stölzle Manufakturen;[1] Rechtsform 2002[2]
Sitz Köflach, Steiermark, Österreich
Leitung Johannes Schick
Umsatz 133,6 Mio. €[3]
Branche Glasindustrie
Website www.stoelzle.at
Stand: 2005 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2005

Stölzle-Oberglas ist ein österreichisches Unternehmen mit den Schwerpunkten Behälterglas für Kosmetika, Parfümerie und den Gesundheitssektor und Tableware. Die Gruppe hat heute 9 Standorte, Produktionsbetriebe in Österreich, Großbritannien, Tschechien, Polen, und Deutschland, und Niederlassungen in den USA, Frankreich und Russland.[4]

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Jahre 1835 gründete Carl Stölzle zwei Glasfabriken im niederösterreichischen Waldviertel. 1867 waren es schon sieben Glasfabriken in Österreich, Böhmen und Ungarn. 1871 wurde die Glasfabrik Köflach gegründet. Um 1900 beschäftigt Stölzle um die 1.100 Facharbeiter, 1.000 Tagwerker und 80 Verkaufsbeamte, nach dem Ende des 1. Weltkriegs und dem Zerfall der Monarchie zerfiel auch der Stölzle-Firmenverbund, nach Ende des 2. Weltkriegs weitere drei Glasfabriken in der damaligen CSSR ausgegliedert.[1]
Karl Smola gründete schon 1805 die Glashütte Oberdorf in Bärnbach. Diese wurde 1848 „k.u.k.“ Glashütte, also Unternehmen von nationalem Interesse.[1]

1978 fusionierten die beiden Traditionsunternehemen, seinerzeit Stölzle Glasindustrie AG und Oberglas Glashütten AG zur Stölzle-Oberglas AG,[1] später AG & Co. KG, seit 2002 GmbH.[2]

Stölzle-Oberglas gehört seit Ende der Achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts zur CAG-Gruppe, welche zu 100 Prozent im Eigentum von Cornelius Alexander Grupp steht.[5][3]

Seit 1989, als die Austria Glas Recycling GmbH zusammen mit der Schweizer Vetropack gegründet wurde – die Vetropack hatte 1986 das Glaswerk Pöchlarn in Niederösterreich von Stölzle übernommen[6] – ist Stölzle-Oberglas auch für das gesamte Verpackungsglas-Recycling in Österreich verantwortlich. Das getrennte Verpackungsglas wird fast vollständig in Österreich recyclet, bedarfs- und qualitätsbedingte Restmengen zur Verwertung in die Nachbarländer Italien, Deutschland und Tschechien exportiert.[7]

Im Jahre 1996 wurde der privatisierte und mittlerweile insolvente Nachfolger des ehemals größten Glasproduzenten der DDR, des Volkseigenen Kombinates Lausitzer Glas in Weißwasser übernommen, firmiert seitdem unter Stölzle Lausitz und produziert mit ca. 230 Mitarbeitern Trinkgläser für höchste Ansprüche.[8]

2005 wurde ein Umsatz von 133,6 Mio. € erwirtschaftet,[3] aktuell wird der Umsatz auf etwas über 100 Mio. € geschätzt.[2]

Auszeichnungen

Stölzle-Częstochowa, Polen
  • 1985: Der Bereich Stölzle Kristall wurde für die Glasserie Anatol mit dem Österreichischen Staatspreis für Design ausgezeichnet.

Weblink

Einzelnachweise

  1. a b c d Historie, stoelzle.com
  2. a b c Stölzle - Oberglas GmbH, Firmenbuchdaten, Creditreform/firmenabc.at
  3. a b c Cornelius Grupp verkauft die Illichmann-Gruppe. In: boerse-express.com, 9. November 2005
  4. Werke & Kontakt, stoelzle.com
  5. CAG-Holding, stoelzle.com
  6. Gerhard A. Stadler: Das industrielle Erbe Niederösterreichs: Geschichte, Technik, Architektur. Böhlau Verlag Wien, 2006, Pöchlarn, S. 548 f, ISBN 978-320577460-0 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche)
  7.  Lebensministerium, Abt. VI/3 (Hrsg.): Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2011. Wien März 2012, 3. Betrachtung ausgewählter Abfallströme, Abschnitt Flachglas und Verpackungsglas, S. 57 Sp. 2 (Link auf pdf Kap. 3, bundesabfallwirtschaftsplan.at).
  8. André Kurtas: «Im Feuer geboren – Faszination Glas». In: www.lr-online.de. Lausitzer Rundschau, 23. Februar 2008, abgerufen am 8. Januar 2012.