Störung der Religionsausübung

Die Störung der Religionsausübung ist die vorsätzliche Verletzung des verfassungsrechtlich geschützten Gutes der Religionsfreiheit. Sie steht in mehreren Staaten unter Strafe. Dabei sind sowohl die Gottesdienste als auch die Orte der Religionsausübung geschützt.

In Deutschland gehört die Störung der Religionsausübung zu den Straftaten, welche sich auf Religion und Weltanschauung beziehen, und ist in § 167 StGB geregelt. Sie ist ein Offizialdelikt und wird auch ohne Anzeige der Religionsgemeinschaft verfolgt. Die Tat kann mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft werden.

In Österreich ist die Störung einer Religionsübung in § 189 StGB unter Strafe gestellt. Die Tat kann dabei mit Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen oder mit Freiheitsstrafe bis sechs Monate bestraft werden. Wenn bei der Tatausführung Gewalt angewandt wurde, ist eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren möglich.

In der Schweiz wird die Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit im Art. 261Vorlage:Art./Wartung/ch-Suche StGB mit Gefängnis bis zu sechs Monaten oder mit Busse unter Strafe gestellt.

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