St. Jodok (Mittelberg)

Außenansicht der Kirche

Die Kirche St. Jodok steht in Mittelberg (Kleinwalsertal, Vorarlberg, Österreich). Sie ist benannt nach Jodok, einem Klostergründer, Einsiedler und Pilger aus dem 7. Jahrhundert.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das älteste Zeugnis für eine Gebetsstätte ist ein Stein mit der Jahreszahl 1302 an der Außenmauer des Chores. An der Nordseite des Turmes findet sich die Jahreszahl 1371. Geweiht wurde die damalige Kirche im Jahre 1390. Im folgenden Jahr wurde die Trennung von der Pfarre Fischen im Allgäu vollzogen und St. Jodok damit zur selbständigen Pfarre.

1463 wurde die Kirche neu gebaut und geweiht. Damals war sie mit drei Altären ausgestattet.

1693 wurde das Kirchenschiff auf seine heutige Größe erweitert. Der Innenraum wurde im Stil des Barock umgestaltet und eine Sakristei errichtet. Ab 1856 wurde der Innenraum wiederum umgestaltet. Barockelemente wurden entfernt und neoromanische Altäre errichtet. Ab 1882 malte Johann Kärle aus dem Tiroler Lechtal den Innenraum im Nazarenerstil aus.

1963 fand man spätgotische Wandfresken, die anschließend freigelegt wurden. Die neoromanischen Altäre wurden wieder entfernt und durch einen Renaissance-Altar ersetzt, der vorher in Riezlern gestanden hatte.

1990 wurde die letzte Innenrenovierung der Kirche abgeschlossen.

Die Lourdes-Kapelle

Im Jahr 1693 drang eine Lawine durch den Westeingang bis zum Chor der Kirche vor und verursachte grosse Schäden. Deswegen wurde der Eingang zugemauert. Als Lawinenschutz wurde im Jahre 1897 die Lourdes-Kapelle errichtet, die zu diesem Zweck eine spitz zulaufende Außenmauer an ihrer Westseite erhielt. Nach Fertigstellung der Kapelle wurde der Haupteingang der Kirche wieder geöffnet.

1981 erfolgte eine Gesamtrestaurierung der Kapelle.

Innenraum

Sehenswert sind die um 1470 entstandenen und 1972 restaurierten Wandfresken an der Nordwand und am Triumphbogen des Innenraumes, ein Taufstein aus dem Jahre 1495 (links vom Chor, auf der Ostseite des Kirchenschiffs), drei gotische Refliefbüsten (rechts vom Chor an der Ostwand des Kirchenschiffs), darstellend Christus, St. Jodok (mit Jakobsmuschel auf der Stirn) und Johannes. Ferner sind eine Pietà und ein Chorbogenkreuz aus dem 17. Jahrhundert zu sehen.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: St. Jodok (Mittelberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

47.32376310.154249Koordinaten: 47° 19.433333333333′ 26″ N, 10° 9.25′ 15″ O