St. Marienkirchen an der Polsenz

St. Marienkirchen an der Polsenz
Wappen von St. Marienkirchen an der Polsenz
St. Marienkirchen an der Polsenz (Österreich)
St. Marienkirchen an der Polsenz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Eferding
Kfz-Kennzeichen: EF
Fläche: 23,84 km²
Koordinaten: 48° 16′ N, 13° 56′ O48.26388888888913.930555555556315Koordinaten: 48° 15′ 50″ N, 13° 55′ 50″ O
Höhe: 315 m ü. A.
Einwohner: 2.255 (1. Jän. 2012)
Postleitzahlen: 4076, 4075, 4732
Vorwahl: 07249
Gemeindekennziffer: 4 05 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenplatz 1
4076 St. Marienkirchen an der Polsenz
Website: www.st-marienkirchen-polsenz.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Josef Dopler (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(25 Mitglieder)
9 SPÖ, 13 ÖVP, 3 FPÖ,
Lage der Marktgemeinde St. Marienkirchen an der Polsenz im Bezirk Eferding
Alkoven Aschach an der Donau Eferding Fraham Haibach ob der Donau Hartkirchen Hinzenbach Prambachkirchen Pupping St. Marienkirchen an der Polsenz Scharten Stroheim OberösterreichLage der Gemeinde St. Marienkirchen an der Polsenz im Bezirk Eferding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)
St. Marienkirchen von Westen betrachtet
Kirchturm der Pfarrkirche von St. Marienkirchen

St. Marienkirchen an der Polsenz[1] (auch Sankt Marienkirchen an der Polsenz) ist eine Marktgemeinde mit 2255 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012) im Hausruckviertel im Bezirk Eferding im Bundesland Oberösterreich in Österreich. Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Eferding.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

St. Marienkirchen an der Polsenz liegt auf 315 m Höhe im Hausruckviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 7,0 km, von West nach Ost 5,1 km. Die Gesamtfläche beträgt 23,82 km². 14,2 % der Fläche sind bewaldet, 65,3 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt.

19 Ortschaften:

Doppl, Eben, Fürneredt, Furth, Holzwiesen, Karling, Kirchholz, Kleingerstdoppl, Lengau, Leopoldsberg, Obergrub, Pernau, Polsenz, St. Marienkirchen an der Polsenz, Sommersberg, Unterfreundorf, Untergrub, Valtau, Wieshof

19 Straßenbezeichnungen:

Aibach, Badstraße, Dr. Bergmann Siedlung, Daxberger Straße, Freundorf, Höllerberg, Jungreith, Kaltenberg, Kirchenplatz, Klause, Marienfeld, Polsenzstraße, Polsenztal, Römerstraße, Schmiedgasse, Sonnberg, Weberberg, Westerberg, Weinberg

Katastralgemeinden:

  • Fürneredt (45008)
  • Lengau (45016)
  • Pernau (45022)
  • St. Marienkirchen an der Polsenz (45026)

Geschichte

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte der Ort seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Seit 1490 wird er dem Fürstentum 'Österreich ob der Enns' zugerechnet. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt. Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs.

St. Marienkirchen war bis 1923 Teil des Gerichtsbezirkes Waizenkirchen und wurde nach dessen Auflösung dem Gerichtsbezirk Eferding zugeschlagen.

Wappen

Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens: In Grün über einer silbernen Wellenleiste im Schildfuß eine goldene Spindel-Mostpresse.. Die Gemeindefarben sind Grün-Gelb-Grün.
Die einfache, noch bis vor wenigen Jahren am Bauernhof verwendete Spindelpresse unterstreicht die Bedeutung der Mostgewinnung in der durch das Klima besonders begünstigten Obstgegend. Das Wellenband verweist auf die Polsenz, deren Name amtlich als unterscheidende Ergänzung des Gemeindenamens angeführt wird.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

  • Mostmuseum: Im Wappen der Gemeinde weist die Mostpresse auf eine durch das Klima begünstigte, traditionsreiche Mostgegend hin. Deshalb gibt es im rund 350 Jahre alten, renovierten Getreidespeicher der Pfarre ein Mostmuseum. Dort kann man alle möglichen Arten von Pressen, Fässern und Geräte zur Herstellung von Most sehen. Die meisten Exponate stammen aus dem 18. Jahrhundert. Ebenso findet man dort eine Binderwerkstatt, eine Schnapsbrennerei, eine Imkerei und eine Bauernstube ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.
  • Heimatmuseum: Das Heimatmuseum ist im selben Gebäude, wie das Mostmuseum untergebracht, und hat verschiedene landwirtschaftliche Geräte und Hausrat ausgestellt. Betreut und erhalten wird das Museum von den Mitgliedern des Verschönerungsvereins.
  • Pfarrkirche Zur Himmelfahrt Mariens: Die Pfarrkirche wurde 1151 erstmals urkundlich erwähnt. Das heutige Gotteshaus stammt - mit Ausnahme des Turms (1721) - aus der Zeit der Spätgotik um 1500. Die Einrichtung ist einheitlich Neugotisch.
  • Naturpark Obst-Hügel-Land: Das Obst-Hügel-Land befindet sich zwischen Wels und Eferding und umspannt die beiden Gemeinden Scharten und St. Marienkirchen. Es bezeichnet eine sanfte Hügellandschaft im oberösterreichischen Voralpengebiet, deren Reiz in der hohen Dichte der vielen Obstbaumbestände liegt. Jedes Jahr, zur Zeit der Obstbaumblüte, ist das Obst-Hügel-Land mit den blühenden Kirsch- und Apfelbäumen ein beliebtes Ausflugsziel. Neben der Mosterzeugung besitzen die Obstbäume in dem sehr rutschungsgefährdeten Schliergebiet zudem große Bedeutung aufgrund ihrer hangstabilisierenden Wirkung.
  • Indianersiedlung in Klause 44
  • Veranstaltungszentrum
  • ART im DORF: Von einigen Gemeindebürgern wurde die Kulturplattform 'ART im DORF' ins Leben gerufen.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Mostkost: Am Weißen Sonntag, dem ersten Sonntag nach Ostern, wird die traditionelle Mostkost abgehalten.

Bildung

  • Kindergarten
  • Volksschule
  • Öffentliche Bücherei

Persönlichkeiten

  • Michael Enzelsberger (1871–1952) Landtagsabgeordneter

Politik

  • Bürgermeister ist Josef Dopler von der ÖVP.
  • Der Gemeinderat der Gemeinde St. Marienkirchen an der Polsenz besteht aus 25 Mitgliedern. Diese teilen sich auf die Fraktionen wie folgt auf: 13 ÖVP, 9 SPÖ und 3 FPÖ.

Jugendparlament: Für die Anliegen der Jugendlichen in der Gemeinde ist ein Jugendparalment eingerichtet. Dieses setzt sich aus Vertretern (bis 26 Jahre) der Organisationen mit Jugendarbeit und aus gewählten Vertretern der Jugendlichen der Gemeinde zusammen. Seit 2008 hat das Jugendparlament den neuen Namen "Samareiner Jugend".

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung


Religion

  • Die Gemeinde bildet eine eigene katholische Pfarre welche dem Augustiner Chorherrenstift St. Florian zugeordnet ist und hat mit Mag. Josef Etzlstorfer einen eigenen Pfarrer.
  • Die in der Gemeinde wohnhaften Evangelisch A.B. gläubigen Bürger sind der Evangelischen Pfarre Wallern an der Trattnach zugeteilt.

Verkehr

Die Gemeinde ist aus Richtung Wels kommend (Autobahnen A 1/A 8/A 25) am besten über die Innviertler Straße (B 137) und die Wallerner Straße (B 134) erreichbar. Von der B 134 zweigt die Daxberger Landesstraße ab, welche direkt nach St. Marienkirchen an der Polsenz führt.

Aus Richtung Passau/Schärding kommend führt der beste Weg über die Eferdinger Straße (B 129) bis nach Prambachkirchen, wo ebenfalls die Daxberger Landesstraße abzweigt.

Aus Richtung Eferding/Linz kommend führt der Weg über die B 134 und die Daxberger Landesstraße in die Gemeinde.

Ansässige Unternehmen

  • Sperrholzwerk Schweitzer, Freundorf (Gründungsjahr: 1937)
  • Tischlerei Aichinger, Aibach (Gründungsjahr: 1945)
  • Tischlerei Leidlmair, Marienfeld (Gründungsjahr: 1896)
  • Obstverwertung Samareiner Most F. Gessl, Valtau
  • Prem GmbH Baumwollputz

Sport

  • Freibad
  • Der ASV St. Marienkirchen spielt im Fußball in der Bezirksliga SÜD, welche die dritthöchste Liga in Oberösterreich ist. Austragungsort der Heimspiele ist das Polsenzstadion. Gegründet wurde der Verein am 29. Februar 1968, die Vereinsfarben sind Schwarz/Gelb.
  • Der UTC St. Marienkirchen stellt den örtlichen Tennisverein dar. Die Herrenmannschaft spielt in der 1. Klasse, wobei der Klassenerhalt jährlich das Hauptziel darstellt. In der höchsten Spielklasse spielen die Senioren M (Herren 35+), welche in der Regionalklasse West vertreten sind.

Vereine

Neben den bereits erwähnten Sportvereinen sind u. a. folgende Vereine bzw. Körperschaften in der Gemeinde vertreten:

  • Freiwillige Feuerwehr
  • Obst - und Gartenbauverein
  • Verschönerungsverein
  • Musikverein
  • Familienbund
  • Mehrere Sparvereine
  • Landjugend
  • Kath. Jungschar

Einzelnachweise

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt in der Aufstellung der Gemeinden der oberösterreichischen Landesregierung im Internet und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde

Weblinks

 Commons: Sankt Marienkirchen an der Polsenz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Weitere Infos über die Gemeinde St. Marienkirchen an der Polsenz auf dem Geo-Infosystem des Bundeslandes Oberösterreich