St. Michael (Steinakirchen am Forst)

Pfarrkirche von Steinakirchen
Innenansicht Richtung Hochaltar
Blick Richtung Orgelempore
Orgel der Pfarrkirche

Die Pfarrkirche St. Michael ist die römisch-katholische Pfarrkirche der Marktgemeinde Steinakirchen am Forst.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Kirche steht auf einer teilweise angeschütteten Höhe ob dem Marktplatz auf dem Kirchenplatz.

Geschichte

Bereits vor der Herrschaft des Stiftes Mondsee im Jahre 833 wird eine Kirche vermutet. Mit Urkunde von 976, 979 von Kaiser Otto II. unterfertig, ist der Ort im Besitz von Regensburg. Um 1100 wird die Pfarre angenommen und 1107 an Mondsee inkorporiert. 1370 Stiftung einer Kapelle, dann Umbau, und Ende 15. Jahrhundert bis frühes 16. Jahrhundert Neubau nach einheitlichen spätgotischen Plänen. Von 1874 bis 1875 Neubau des Turmes, von 1878 bis 1879 Verbreiterung der Empore. Von 1905 bis 1912 Anbau einer neugotischen Eingangshalle. Von 1955 bis 1956 wird die 1905 entfernte barocke Einrichtung wieder hergestellt.

Kirche

Durch die Hanglage hat die Kirche eine acht Meter hohe Substruktion und wirkt außen geschlossen, da die Kräfte durch feingliedrige Felder eines Netzrippengewölbes innen abgeleitet werden. Die allseits umlaufende Empore mit Nahe vor der Außenwand stehenden schlanken Pfeilern macht den Kirchenraum einzigartig. [1] Als erste Kirche im deutschsprachigen Raum, Baubeginn 1421, mit statisch wirksamer voll umlaufender Empore, wird die Amberger Martinskirche angenommen, die damit auch Vorbild für spätere Kirchen in Sachsen war. [2]

Orgel

Beim einem Brand im Jahre 1866 wurde die Orgel beschädigt. Zunächst behalf man sich mit einem Harmonium, dann reparierte man die Orgel notdürftig. 1877/78 wurde beim Orgelbauer Josef Breinbauer in Ottensheim eine neue Orgel in Auftrag gegeben. Beim Transport fiel die Orgel bei Linz in die Donau, daher musste sie immer wieder repariert werden. Anlässlich des 950-jährigen Pfarrjubiläums 1929 wurde in das alte Gehäuse von der Firma Orgelbau Gebrüder Mauracher eine neue Orgel mit etwa 1450 Pfeifen eingebaut.[3]

Literatur

Weblinks

 Commons: Pfarrkirche hl. Michael – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Pfarre Steinakirchen Seite zur Pfarrkirche Steinakirchen, abgerufen am 2. September 2009
  2. Pfarrei St. Martin Amberg Baugeschichte, abgerufen am 13. September 2009
  3. Friedrich Schragl: Geschichte der Pfarre und ihrer Orte; S. 76 und 83

48.06780555555615.048527777778Koordinaten: 48° 4′ 4″ N, 15° 2′ 55″ O