St. Nikolaus (Ameis)

Die Pfarrkirche in Ameis

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Nikolaus in Ameis in Niederösterreich erhebt sich inmitten einer platzartigen Ausweitung der Hauptstraße des Ortes. Im 12. Jahrhundert war die Kirche ein Vikariat der Pfarre Asparn an der Zaya. Im 14. Jahrhundert wird Ameis erstmals als Pfarre genannt und gehört heute zum Dekanat Laa-Gaubitsch. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.

Inhaltsverzeichnis

Äußeres

Die Kirche ist ein gotischer, barockisierter Bau mit einem mächtigen Südwestturm. Sie wurde im 18. Jahrhundert durch den Zubau eines südlichen Seitenschiffs erweitert. Das Langhaus, das niedrigere Seitenschiff und der Chor sind unter einem hohen Satteldach mit Biberschwanzdeckung zusammengefasst. Am Chor befinden sich einfach abgetreppte Strebepfeiler mit Pultdächern. Im nordöstlichen Strebepfeiler ist ein stark beschädigtes, gotisches Relief mit figuralen Szenen und einem Wappen eingemauert. Das schlichte Langhaus hat Rundbogenfenster mit tiefen Fenstergewänden. Der wuchtige Südwestturm tritt etwas vor die Westfront. Er verfügt über rechteckige, mittelalterliche Schlitzfenster. Das Glockengeschoß stammt aus dem 16. Jahrhundert. Es ist mit abgefasten, rundbogigen Schallfenstern, einem achtseitigen, steinernen Pyramidendach und einem Spitzaufsatz mit abgerundeten Zwickeln als Übergang zum Polygon ausgestattet. Das südliche Seitenschiff aus dem 18. Jahrhundert verbindet den Turm und die eingeschossige Sakristei aus dem 17. Jahrhundert. Die Portalvorhalle mit Lisenengliederung und geschwungenem Giebel im Westen stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Inneres

Innenraum der Kirche

Das dreijochige Langhaus hat eine Stichkappentonne auf eingestellten Wandpfeilern. Im Westen erhebt sich die Orgelempore über einer Flachdecke. Langhaus und Chor werden durch einen eingezogenen, korbbogigen Triumphbogen verbunden. Im einjochigen Chor mit Fünfachtelschluss befindet sich ein Kreuzgratgewölbe mit stuckierten Bändern und Stuckrosetten. Das zweijochige Seitenschiff mit Kreuzgratgewölben ist durch zwei Rundbogenarkaden zum Mittelschiff geöffnet.

Ausstattung

Der Altar

Der Hochaltar wurde gegen Ende des 18. Jahrhunderts geschaffen. Er verfügt über eine Säulenädikula mit Volutenaufsatz, seitliche Schnittfiguren der Heiligen Andreas und Matthäus sowie ein Altarbild des Heiligen Nikolaus aus dem 19. Jahrhundert. Die Seitenaltäre sind mit 1893 bezeichnet. Zur Ausstattung zählen außerdem eine Kanzel aus dem 18. Jahrhundert, eine Brüstungsorgel von Johannes Silberbauer aus dem Jahr 1795 sowie ein achtseitiger, gotischer Taufstein. Die weitere Einrichtung stammt aus dem 19. Jahrhundert.

Literatur

Weblinks

48.67116.53647Koordinaten: 48° 40′ 16″ N, 16° 32′ 11″ O