St. Peter (Linz)

Linzer Stadtteil St. Peter
Statistische Bezirke des Linzer Stadtteils St. Peter
Basisdaten
Politischer Bezirk Linz (L)
Fläche 9,14 km²
Geografische Lage 48° 17′ N, 14° 18′ O48.28333333333314.3266Koordinaten: 48° 17′ N, 14° 18′ O
Höhe 266 m ü. A.
Einwohner 377 (Stand: 2006)
41 Einwohner je km²
Postleitzahl 4020

St. Peter ist ein im Osten der Stadt, jedoch westlich der Donau gelegener Stadtteil von Linz in Oberösterreich. Er ist gleichzeitig Stadtteil und auch Statistischer Bezirk und wird von 377 gemeldeten Einwohnern (2006) bewohnt.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage und Nachbargemeinden

Der Stadtteil St. Peter liegt im Osten der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz und grenzt im Norden an die Stadtteile Lustenau, im Osten durch die Donau getrennt an die Gemeinden Steyregg und Luftenberg, im Süden an den Stadtteil Ebelsberg und im Westen an die Stadtteile Kleinmünchen und Waldegg.

Ausdehnung des Stadtteilgebietes

Die weiteste Ausdehnung von Osten nach Westen beträgt rund 3 Kilometer, von Norden nach Süden rund 9 Kilometer.

Wichtige Flüsse und Gewässer

St. Peter wird im Süden durch den Fluss Traun und im Osten durch die Donau begrenzt.

Im Stadtteil St. Peter gibt es nur 147 Wohnungen, jedoch 605 Gebäude. Dies rührt daher, dass im Stadtteil die voestalpine und der Chemiepark Linz liegen. Auch die geringe Einwohnerzahl (0,2 Prozent der Linzer Bevölkerung) lässt sich somit erklären.

Eingemeindungen

Das Dorf St. Peter wurde 1915 in das Stadtgebiet von Linz eingemeindet. Da aufgrund der Nähe zur Donau der gesamte Osten von Linz nur dünn bebaut war, wurde nach der Regulierung der Donau 1934 ein neuer Flächenwidmungsplan ausgearbeitet, in welchem die Region für Industrieansiedlungen vorgesehen war.

Geschichte

Im Jahr 1938 wurde der Stadtteil St. Peter-Zizlau für die, ursprünglich im Raum Enns-Asten geplanten, Hermann-Göring-Werke - später VÖEST, heute voestalpine - ausgelöscht. 4.500 Einwohner wurden in andere Stadtteile umgesiedelt, wo Ersatzunterkünfte zur Verfügung gestellt wurden. Rund 500 Hausbesitzer bekamen mit neuen Siedlungshäusern bebaute Baugründe im Keferfeld, Bewohner von Mietwohnungen wurden großteils in die heutige Wiener Straße im Stadtteil Kleinmünchen umgesiedelt. Diese Unterkünfte hatten teilweise Annehmlichkeiten wie Bäder mit fließendem Wasser.

Literatur

  • Dobusch F., Mayr J. (Hrsg.): Linz - Stadt der Arbeit und Kultur. Linz: Gutenberg-Werbering (1997)
  • Stadtforschung Linz: CD-ROM Linz 2000. Fakten, Bilder, Grafiken. Linz (2000)