St. Peter am Bichl

Dieser Artikel erläutert den Weiler in Kärnten; die Kirche in Völs, Südtirol wird unter St. Peter am Bichl (Völs) erläutert.
Ansicht der Rotte von Osten
Altes Bauernhaus
Filialkirche
Hochaltar in der Filialkirche

St. Peter am Bichl ist eine Rotte im 14. Bezirk Wölfnitz der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee (Österreich). Das Dorf bildet die Katastralgemeinde St. Peter bei Tentschach. Der Bereich ist römerzeitliches Siedlungsgebiet, nordwestlich der Kirche sind sogar die Umrisse einer keltischen Rechteckschanze erkennbar. Die hier gefundenen Reliefs und Inschriften werden im Landesmuseum Kärnten aufbewahrt. Im Jahre 1973 wurde der Ort Klagenfurt eingemeindet.

Sie liegt im äußersten Nordwesten des Klagenfurter Gemeindegebiets im Oberen Glantal am Fuß des Ulrichsberges (1015 m ü. A.), etwa 3 Kilometer westlich von Karnburg.

Inhaltsverzeichnis

Filialkirche

Erst im Jahre 1399 wurde das Bauwerk urkundlich erwähnt, blieb bis 1561 eigenständige Pfarre, danach wurde es Filiale von Karnburg und Zweikirchen. Die romanische Chorturmkirche mit frühgotischem Choranbau stammt aus dem letzten Drittel des 13. Jahrhunderts und hat ein im Jahre 1858 erweitertes Langhaus. Der gedrungene, stark querrechteckige Turm weist vier romanische Doppelschallfenster mit Trennungssäulchen auf. Diese sind römischen Stils und wurden sekundär bearbeitet. Am kleinen, dreiseitigen Chor stehen plumpe, abgestufte Strebepfeiler und man erkennt ein frühgotisches Fenster. Unter dem Chor befindet sich ein im Jahre 1970 geöffnetes Ossarium. Im Norden schließt sich eine gotische Sakristei an, die in den Jahren 1977 und 1998 restauriert wurde. In Sekundärverwendung sind an der West-Fassade über dem Kirchenportal zwei karolingische Flechtwerksteine (8./9. Jahrhundert) eingemauert. Vermutlich handelt es sich um Sarkophaggiebel und Bogen mit Giebel vom Presbyteriumsdurchgang. Darüber postiert eine Rosette von der Kassettendecke einer römischen Grabädikula. An der Kirchensüdwand eingemauert ist eine romanische, mehr als 2 Meter lange Grabplatte mit eingraviertem Kreuzstab und zwei Gesichtern im oberen Bereich.

Feuerwehr

Seit 1880 besteht gemeinsam mit Stegendorf eine gemeinsame Freiwillige Feuerwehr, die FF St. Peter Stegendorf. Bemerkenswert ist dabei, dass diese weiterbesteht, obwohl bei der Gemeindereform 1973 die beiden ursprünglichen Gemeinden in unterschiedliche Gemeinden eingemeindet wurden [1].

Bildergalerie

Weblinks

 Commons: Sankt Peter am Bichl, Klagenfurt – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen

  1. http://www.ktz.at/wehren/fw.php?fwid=1023 Artikel über die FF Stegendorf-St. Peter am Bichl in Neue Kärntner Tageszeitung

46.69861111111114.271111111111Koordinaten: 46° 42′ N, 14° 16′ O