St. Ulrich im Mühlkreis

St. Ulrich im Mühlkreis
Wappen von St. Ulrich im Mühlkreis
St. Ulrich im Mühlkreis (Österreich)
St. Ulrich im Mühlkreis
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Rohrbach
Kfz-Kennzeichen: RO
Fläche: 15,36 km²
Koordinaten: 48° 28′ N, 14° 3′ O48.47305555555614.048333333333622Koordinaten: 48° 28′ 23″ N, 14° 2′ 54″ O
Höhe: 622 m ü. A.
Einwohner: 666 (1. Jän. 2012)
Bevölkerungsdichte: 43,36 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4116
Vorwahl: 07282
Gemeindekennziffer: 4 13 36
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ulrichstraße 4
4116 St. Ulrich im Mühlkreis
Website: www.st-ulrich.ooe.gv.at
Politik
Bürgermeister: Alfred Allerstorfer (ÖVP)
Gemeinderat: (2009)
(13 Mitglieder)
10 ÖVP, 3 SPÖ
Lage der Gemeinde St. Ulrich im Mühlkreis im Bezirk Rohrbach
Afiesl Ahorn Aigen im Mühlkreis Altenfelden Arnreit Atzesberg Auberg Berg bei Rohrbach Haslach an der Mühl Helfenberg Hofkirchen im Mühlkreis Hörbich Julbach Kirchberg ob der Donau Klaffer am Hochficht Kleinzell im Mühlkreis Kollerschlag Lembach im Mühlkreis Lichtenau im Mühlkreis Nebelberg Neufelden Neustift im Mühlkreis Niederkappel Niederwaldkirchen Oberkappel Oepping Peilstein im Mühlviertel Pfarrkirchen im Mühlkreis Putzleinsdorf Rohrbach in Oberösterreich St. Johann am Wimberg St. Martin im Mühlkreis St. Peter am Wimberg St. Stefan am Walde St. Ulrich im Mühlkreis St. Veit im Mühlkreis Sarleinsbach Schlägl Schönegg Schwarzenberg am Böhmerwald Ulrichsberg OberösterreichLage der Gemeinde St. Ulrich im Mühlkreis im Bezirk Rohrbach (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

St. Ulrich im Mühlkreis[1] (auch Sankt Ulrich im Mühlkreis) ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Rohrbach im oberen Mühlviertel mit 666 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Rohrbach.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

St. Ulrich im Mühlkreis liegt auf 622 m Höhe im oberen Mühlviertel. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 6 km, von West nach Ost 4,8 km. Die Gesamtfläche beträgt 15,3 km². 22,2 % der Fläche sind bewaldet, 73,9 % der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt. Von besonderer Bedeutung für St. Ulrich im Mühlkreis ist der Hopfenanbau, was sich auch darin zeigt, dass Mitte August 2005 das "Mühlviertler Hopfenland", eine Hopfenerlebniswelt, entstand.

Ortsteile der Gemeinde

Bairach, Baumgartsau, Hötzeneck, Pehersdorf, St. Ulrich im Mühlkreis, Simaden.

Wappen

Blasonierung: Geteilt; oben in Gold ein roter, gekrönter, schwarz bewehrter, wachsender Löwe, unten in Schwarz ein goldener, aufwärts gebogener Fisch. Die Gemeindefarben sind Gelb-Rot.

Geschichte

Ursprünglich unter der Lehnshoheit der Passauer Bischöfe, war der Ort Stammsitz des regional bedeutenden Geschlechts der Schallenberger. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 1186. 1427 wurde diese Burg - eine Wasserburg - von den Hussiten zerstört, woraufhin die Schallenberger neben den Ruinen ein neues Schloss, die heutige Hoftaverne, erbauten. Es war bis 1660 in ihrem Besitz. Von der Burg sind bis auf Reste der ehemaligen Burgkapelle keine Spuren mehr erhalten. Während der Napoleonischen Kriege wurde der Ort mehrfach u. a. von Bayern besetzt. Seit 1814 gehört der Ort endgültig zu Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum "Gau Oberdonau". 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Ursprünglich war die Gemeinde ab 1850 Teil des Gerichtsbezirks Neufelden, nach dessen Auflösung wurde sie jedoch per 1. Jänner 2003 dem Gerichtsbezirk Rohrbach zugeschlagen.

Seit 1. Jänner 2012 hat die Gemeinde die neue, einheitliche Postleitzahl „4116“, in der Ortschaft St. Ulrich und einem Teil von Bairach wurden Straßenbezeichnungen eingeführt.

Politik

Bürgermeister ist Alfred Allerstorfer von der ÖVP.

Einwohnerentwicklung

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 564 Einwohner, 2001 dann 602 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Dorfkapelle: Die heutige Dorfkapelle von St. Ulrich wurde auf den Resten der ehemaligen Burgkapelle aufgebaut. Diese wurde - wie die Burg - im 12. Jahrhundert errichtet, und ebenso 1427 zerstört. 1482 wurde sie wieder instandgesetzt. Unter Joseph II. wurde die Kirche im Jahre 1786 profaniert. Im Jahre 1870 wurde das Langhaus der Kirche abgebrochen. Der Chor bildet seither die bestehende Dorfkapelle.


Literatur

  •  Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden f. Burgenwanderer u. Heimatfreunde. 3.Aufl. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
  •  Benno Ulm: Das Mühlviertel. Verlag St.Peter, Salzburg 1976, ISBN 3-900173-05-2.
  •  Bundesdenkmalamt Wien (Hrsg.): Dehio-Handbuch Oberösterreich, Bd.1, Mühlviertel. Verlag Berger, Horn, Wien 2003, ISBN 3-85028-362-3.
  •  Oskar Hille: Burgen und Schlösser in Oberösterreich einst und jetzt. Verlag Berger & Söhne, Horn.

Einzelnachweise

  1. Die amtliche Schreibweise ist festgelegt bzw. dargestellt in der Aufstellung der Gemeinden der oberösterreichischen Landesregierung im Internet und auf Statistik Austria: Ein Blick auf die Gemeinde

Weblinks