StEG II 608–618

StEG IVc / StEG IVc" / StEG 300/ StEG 310 / StEG 320 / MÁV XIId 5581–5597 / MÁV XIId 6581–6597 / MÁV XIIg 5621–5628 / MÁV XIIg 6621–6628 / kkStB 195 / BBÖ 195 / ČSD 300.4 / MÁV 380 / MÁV 382
StEG IVc Nr. 382
Hersteller: Lokomotivfabrik der StEG
Anzahl: 45
Nummerierung: StEG 30001–02 StEG 30003 StEG 310 StEG 320
195.01–02 195.03 195.04–13 195.14–20
MÁV 6621–28 MÁV 380 / 382
Baujahr: 1879–1880 1881 1882–1883 1883–1891
Ausmusterung: 1926 (BBÖ), 1938 (ČSD)
Bauart: C n2t
Zylinderdurchmesser: 300 mm 320 mm 370 mm
Kolbenhub: 460 mm
Treibraddurchmesser: 1.100 mm
fester Radstand: 2.600 mm
Gesamtradstand: 2.600 mm
Anzahl der Heizrohre: 97
Rohrheizfläche: 51,6 m²
Strahlungsheizfläche: 4,5 m²
Rostfläche: 0,93 m²
Dampfdruck: 10
Leermasse: 21,5 t 21,9 t 21,5 t 22,2 t
Reibungsgewicht: 25,2 t 26,0 t 25,7 t 26,2 t
Dienstgewicht: 27,1 t 26,0 t 25,7 t 26,2 t
Länge: k.A.
Höhe: k.A.
Höchstgeschwindigkeit: 35 km/h

Die Dampflokomotiven StEG II 608–618 bildeten eine Tenderlokomotivreihe der Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (StEG), einer privaten Eisenbahngesellschaft Österreich-Ungarns.

Die StEG beschaffte 1879 bis 1881 zunächst elf Stück (608–618) dieser Tenderlokomotiven, die der Kategorie IVc" zugeordnet wurden. Von einer leicht modifizierten Variante (Kategorie IVc) wurden 34 Stück (460–493) von 1882 bis 1891 in Dienst gestellt. Ab 1897 wurden erstere als Reihe 300, zweitere als Reihen 310 und 320 bezeichnet. Nach der Übernahme der in Ungarn gelegenen Strecken der StEG bezeichnete die MÁV sie zunächst als Reihen XIIg 5621–28 (später 6621–28) sowie XIId 5581–97 (später 6581–97), ab 1911 als Reihen 380 und 382. Als die österreichischen Strecken in den k.k. österreichischen Staatsbahnen (kkStB) aufgingen, wurden die Maschinen dieser Reihen als 195.01–20 eingeordnet.

Nach 1918 wurden 13 Maschinen der ČSD als Reihe 300.4 zugesprochen, der BBÖ verblieb eine Maschine, die 1926 ausgemustert wurde. Die ČSD schied die letzte Maschine der Reihe 300.4 1938 aus.

Die Lokomotive war auch in Ungarn vertreten. Bezeichnet als Reihe 382 schieden sie nach dem 1. Weltkrieg aus. Die 382.007 schied 1913 bei den MAV aus. Danach war sie bis 1958 bei der Budapester Mistbahn eingesetzt, danach bis 1959 bei den BHEV, und danach war sie noch bei einer Zuckerfabrik in Kaposvár eingesetzt. Heute ist die Lokomotive als eine der wertvollsten Lokomotive im Bahnpark Budapest ausgestellt.

Literatur

  •  Verzeichnis der Lokomotiven, Tender, Wasserwagen und Triebwagen der k.k. österreichischen Staatsbahnen und der vom Staate betriebenen Privatbahnen nach dem Stande vom 30. Juni 1917. Verlag der k.k. österreichischen Staatsbahnen, Wien 1918.
  •  Karl Gölsdorf: Lokomotivbau in Alt-Österreich 1837–1918. Verlag Slezak, Wien 1978, ISBN 3-900134-40-5.
  •  Helmut Griebl: ČSD-Dampflokomotiven. Teil 2, Verlag Slezak, Wien 1969.
  •  Helmut Griebl, Josef Otto Slezak, Hans Sternhart: BBÖ Lokomotiv-Chronik 1923–1938. Verlag Slezak, Wien 1985, ISBN 3-85416-026-7.
  •  Johann Stockklausner: Dampfbetrieb in Alt-Österreich. Verlag Slezak, Wien 1979, ISBN 3-900134-41-3.
  • Dieter Zoubek: Erhaltene Dampflokomotiven in und aus Österreich,2004,www.dampflok.at, ISBN 3-200-00174-7
  • Johann Blieberger, Josef Pospichal: Enzyklopädie der kkStB-Triebfahrzeuge, Band 4: Die Reihen 83 bis 100, Schmalspur- und nicht mit Dampf betriebene Bauarten. bahnmedien.at, 2011, ISBN 978-3-9502648-8-3