StEG I 600–711

StEG I 600–711 / StEG V / StEG 42 / MÁV IVb 4201–4242 / kkStB 571 / MÁV 459 / BBÖ 571 / ČSD 401.0
StEG V Nr. 661 „Kaiser Franz Josef“ später StEG 42.35, kkStB 571.35
Technische Daten
Bauart D n2
Zylinder-Ø 470 mm
Kolbenhub 632 mm
Treibrad-Ø 1.173 mm
fester Radstand 2.535 mm
Gesamtradstand 3.793 mm
Gesamtradstand + Tender 9.750 mm 9.800 mm 11.457 mm
Anzahl der Rohre 206 185 195
Heizfl. d. Rohre 169,2 m² 152,0 m² 159,0 m²
Heizfl. d. Feuerbüchse 9,8 m² 9,4 m² 9,5 m²
Rostfl. 1,96 m² 1,88 m² 1,85 m²
Dampfdruck 9/10
Tender 37
Gewicht (leer) 40,9 t 40,2 t
Adhäsionsgewicht 46,1 t 45,7 t
Dienstgewicht 46,1 t 45,7 t
Vmax 35 km/h

Die Dampflokomotiven StEG I 600–711 waren Güterzug-Schlepptenderlokomotiven der Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (StEG).

Die StEG musste wegen der topographischen Verhältnisse der von ihr betriebenen Strecken schon 1868 auf vierfach gekuppelte Güterzuglokomotiven wechseln. Von 1868 bis 1880 wurden 75 Exemplare von der eigenen Lokomotivfabrik, von der Maschinenfabrik Esslingen und von Borsig geliefert. Die Maschinen hatten mit ihren hohen Dampfdomen mit Verbindungsrohr ein sehr altertümliches Aussehen, zu dem auch noch die aufgenieteten Gegengewichte an den Rädern beitrugen. Um 1900 bekamen die meisten allerdings neue Kessel. Die Loks waren in Stadlau, Brünn und Böhmisch Trübau stationiert.

Von den Nummern 600–711 waren nur 600–637 und 698–711 besetzt. Im zweiten Bezeichnungsschema der StEG erhielten die Fahrzeuge die Nummern 1112–1149 und 1210–1223 und die Kategorie V. Zusätzlich wurden noch die Nummern 1224–1246 mit neu gebauten Lokomotiven dieser Bauart besetzt. Im dritten Bezeichnungsschema der StEG erhielten die Fahrzeuge die Bezeichnung 4201–4273.

Im Zuge der Verstaatlichung der ungarischen Strecken der StEG kamen 42 Stück dieser Fahrzeug als IVb 4201–4242 zur MÁV, die sie 1911 der Reihe 459 zuordnete.

Nach der Verstaatlichung ordnete sie die kkStB als Reihe 571 ein.

Nach dem Ersten Weltkrieg kamen 40 Stück zur BBÖ, 31 zur ČSD, die sie ab 1924 als Reihe 401.0 einordnete. Die zwei verbliebenen Maschinen kamen zur PKP, die sie bald ausmusterte.

Die Deutsche Reichsbahn reihte 1938 noch drei Exemplare als 55.7001–7003 ein. Alle drei überlebten den Zweiten Weltkrieg und wurden genauso wie die letzten tschechischen 401.0 1952 ausgeschieden.

Literatur

  • Verzeichnis der Lokomotiven, Tender, Wasserwagen und Triebwagen der k. k. österreichischen Staatsbahnen und der vom Staate betriebenen Privatbahnen nach dem Stande vom 30. Juni 1917, 14. Auflage, Verlag der k. k. österreichischen Staatsbahnen, Wien, 1918
  • Karl Gölsdorf: Lokomotivbau in Alt-Österreich 1837–1918, Verlag Slezak, 1978. ISBN 3-900134-40-5
  • Helmut Griebl, ČSD-Dampflokomotiven, Teil 2, Verlag Slezak, Wien, 1969
  • Helmut Griebl, Josef-Otto Slezak, Hans Sternhart: BBÖ Lokomotiv-Chronik 1923–1938, Verlag Slezak, Wien, 1985, ISBN 3-85416-026-7
  • Heribert Schröpfer:Triebfahrzeuge österreichischer Eisenbahnen – Dampflokomotiven BBÖ und ÖBB, alba-Verlag, Düsseldorf, 1989, ISBN 3-87094-110-3
  • Johann Stockklausner: Dampfbetrieb in Alt-Österreich, Verlag Slezak, Wien, 1979, ISBN 3-900134-41-3
  • Johann Blieberger, Josef Pospichal: Enzyklopädie der kkStB-Triebfahrzeuge, Band 3. Die Reihen 61 bis 380. bahnmedien.at, 2010, ISBN 978-3-9502648-6-9